Bad Urach / Von Simon Wagner  Uhr
Nach jahrelangen Überlegungen und Planungen ist nun der Beschluss gefasst, eine WC-Anlage im Maisental zu errichten.

Den Wanderern im Maisental stehen sie seit rund drei Jahren wenig einladend Spalier. Die provisorisch aufgestellten Toilettenhäuser am Wanderparkplatz können aber immerhin die ärgste Not lindern, sollte die Biologie zur Unzeit ihr Recht einfordern. Dass nicht wenige Naturliebhaber für den Toilettengang aber doch lieber die satt grünen Wiesen oder das bereitstehende Gebüsch bevorzugen, statt sich in die engen und schwankenden Plastikhäuser zu zwängen, davon künden nicht nur in der touristischen Hochsaison verstreut daliegende Taschentücher. Ein Ärgernis für Einheimische ebenso wie für deren Besucher, die zum Teil lange Anfahrtswege in Kauf nehmen, um den inzwischen deutschlandweit bekannten Wasserfallsteig zu erwandern.

Dass die gegenwärtige Situation nicht mehr hinnehmbar ist und die vorhandenen Sanitäranlagen eine wenig rühmliche Visitenkarte einer Stadt darstellen, die sich gerne im Lichte des Tourismus sonnt, darin war man sich im Rund des Rats schon lange einig. Nur wie eine befestigte WC-Anlage beschaffen sein soll und wie teuer sie werden darf,  darüber entzweiten sich die Geister. Verschiedene Pläne und Varianten wurden besprochen und auch wieder verworfen. Bereits vor rund einem Jahr gelangte ein Entwurf auf den Tisch des Rats, der mehrheitlich abgesegnet wurde. Nachdem die für den Bau und Betrieb wirtschaftlichste Lösung gesucht und nun gefunden wurde, erging jetzt der von vielen lange ersehnte Baubeschluss.

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Toiletten insgesamt werden wohl schon bald Ausflüglern und Wanderern im Maisental zur Verfügung stehen. 145 000 Euro investiert die Stadt in eine WC-Anlage.