Stockholm/Sonnenbühl Schweden investiert in CO2-Zertifikate Kauf senkt Verpflichtung, selbst zu reduzieren

Dieser Tage haben (von links) Ana-Karin Municio (schwedische Energiebehörde), Bengt Boström (schwedische Energiebehörde), Gerd Hummel, Direktor der SoWiTec trading GmbH, und Sonja Ziehn, CDM-Projektmanagerin bei SoWiTec trading GmbH, ein Abkommen über den Kauf von CO2-Zertifikaten abgeschlossen. Foto: Privat
Dieser Tage haben (von links) Ana-Karin Municio (schwedische Energiebehörde), Bengt Boström (schwedische Energiebehörde), Gerd Hummel, Direktor der SoWiTec trading GmbH, und Sonja Ziehn, CDM-Projektmanagerin bei SoWiTec trading GmbH, ein Abkommen über den Kauf von CO2-Zertifikaten abgeschlossen. Foto: Privat
Stockholm/Sonnenbühl / SWP 20.07.2012
SoWiTec und die schwedische Energiebehörde haben einen Vertrag über den Verkauf von 600 000 CO2-Zertifikaten unterzeichnet, die im SoWiTec-Windpark Minas I in Uruguay generiert werden.

Das Windenergieprojekt, das ab Juli 2013 CO2-freie Energie ins nationale Stromnetz einspeisen wird, besteht aus 14 Windkraftanlagen und hat eine Gesamtkapazität von 42 Megawatt. Aufgrund der exzellenten Windverhältnisse vor Ort wird Minas I jährlich über 160 000 Megawattstunden Strom produzieren. Dies entspricht etwa zwei Prozent des landesweiten Strombedarfs. Dank des Windparks werden somit über 50 000 Haushalte mit sauberem Strom aus Windkraft versorgt.

Aktuell wird in Uruguay lediglich ein Prozent des nationalen Energiebedarfs aus Windkraft gedeckt. Vielmehr ist das Land im Süden Brasiliens hochgradig abhängig von Strom aus fossilen Brennstoffen sowie aus wenigen großen Stauwerken. Daher hat sich die uruguayische Regierung das Ziel gesetzt, 15 Prozent bis 2015 der nationalen Stromerzeugung aus nicht-traditionellen erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Dazu gehören neben Windkraft auch die Energiegewinnung aus Biomasse und kleinen Laufwasserkraftwerken.

"Lateinamerika hat mit all seinen Schwellenländern einen bedeutenden Markt für erneuerbare Energien. Es ist großartig, dass Minas I zur Stärkung der nachhaltigen Energiegewinnung in dieser Region beiträgt und darüber hinaus den Ausstoß großer Mengen Treibhausgas vermeidet", sagt Bengt Boström, Leiter der Abteilung für internationale CO2-Märkte bei der schwedischen Energiebehörde."Der Windpark wird allein während seiner ersten sieben Betriebsjahre für eine Senkung von über 600 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre sorgen."

"Minas I wird der erste größere Windpark in der Region sein", fügt Gerd Hummel, Direktor der SoWiTec trading GmbH, hinzu."Unser Projekt ist daher nicht nur ein wichtiger Beitrag im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Es ist ebenso ein entscheidender Schritt auf Uruguays Weg zu einer nachhaltigen, CO2-armen Gesellschaft und wird auch die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Windparks, bedeutend vorantreiben."

Die schwedische Energiebehörde unterstützt das CDM-Projekt Minas I durch den Erwerb der CO2-Zertifikate, die der Windpark aufgrund seines Beitrags zu Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung im Rahmen des Regelwerks des Kyoto-Protokolls erhält (siehe Infokasten). Die schwedische Energiebehörde ist als Regierungsbehördefür die Umsetzung der Klimaschutzziele Schwedens zuständig. Minas I ist ihr viertes CDM-Projekt in Lateinamerika.

Von der ersten Projektidee bis hin zum baureifen Windpark hat SoWiTec Minas I entwickelt. Dies beinhaltete auch die erfolgreiche Vermarktung des generierten Stroms sowie das komplette CDM-Projektmanagement, das von der hauseigenen CDM-Abteilung der SoWiTec group, SoWiTec trading GmbH, gemacht wird. Seit ihrer Gründung 1993 hat SoWiTec über 30 Windparks in Deutschland entwickelt und betreibt diese heute. Von Sonnenbühl aus ist SoWiTec expandiert und heute in insgesamt sechs lateinamerikanischen Märkten sowie in Russland tätig. Die SoWiTec-Group beschäftigt derzeit 150 Angestellte.

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