„Es häufen sich die Beschwerden aus der Landwirtschaft, dass immer mehr Menschen beispielsweise Gras und aufwachsendes Getreide zertreten, Hundekot und sonstigen Müll zurücklassen. Vielen scheint nicht bewusst zu sein, dass es sich dabei um Lebens- und Futtermittel handelt“, teilte Bauernpräsident Joachim Rukwied mit. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie Wiesen und Äckern gilt den Angaben nach von März bis November ein Betretungsverbot - sowohl für Menschen als auch für Hunde. Wer sich dem widersetzt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 15 000 Euro rechnen.

Warnung vor Querfeldein-Spaziergängen

Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbands, warnte vor Querfeldein-Spaziergängen. Sie könnten Wildtiere aufschrecken. Vogeleltern könnten ihre Gelege zurücklassen und Jungtiere durch dauernde Störungen in Lebensgefahr geraten. Hunde sollen den Verbandsvertretern zufolge angeleint und Wege nicht verlassen, Taschentücher, Flaschen, Dosen, Scherben und anderer Abfall in Mülleimern entsorgt oder mitgenommen werden.

Grundlage heimischer Lebensmittelerzeugung und Rückzugsort wildlebender Tierarten

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mahnte zu respektvollem Verhalten im Forst und nahe den 1,4 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Flächen im Land. Der Wald sei kein großer Freizeitpark oder bloße Kulisse für einen schönen Ausflug, sondern ein komplexes Ökosystem, sagte er. Äcker, Weiden und Wiesen seien Grundlage heimischer Lebensmittelerzeugung und Rückzugsort wildlebender Tierarten wie Feldhase oder Rebhuhn. „Eine bewirtschaftete Wiese ist kein Ort für ein sommerliches Picknick und ein Feldweg ist kein Parkplatz.“