C.F. Schönbein, einer der großen Söhne Metzingens, Entdecker des Ozons (1839) und  des Prinzips der Brennstoffzelle (1838) wäre begeistert gewesen wäre, wenn er mitbekommen hätte wie neun Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Metzingen  und acht vom Johannes Kepler-Gymnasium Reutlingen ihre Abschlusszertifikate entgegen genommen haben.

Hinter ihnen lag ein Jahr Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA), bei der sich die siebzehn Kursstufenschüler in einer Arbeitsgemeinschaft, also in ihrer Freizeit, mit der Brennstoffzellentechnologie und der Anwendung im modernen Fahrzeugbau befasst haben. „Was soll ich einmal werden?“ fragen sich alle Schüler der gymnasialen Oberstufe. „Versuch es doch mal mit der SIA“ würden ausweglos alle Teilnehmer ohne Einschränkung sagen.

Berufsorientierung, Betriebsbesichtigungen bei den unterstützenden  Firmen Elring-Klinger und Wafios, Einblicke in betriebliche Konstruktions- und Produktionsprozesse, Seminare wie Teamtrainig, Projektmanagement, „Wie präsentiere ich richtig?“, CAD standen auf dem Programm.

Die gemeinsame Arbeitsanweisung lautete, ein kleines Fahrzeug zu bauen, das in einer Brennstoffzelle den zugeführten Wasserstoff und den Sauerstoff der Luft in elektrischen Strom umwandelt und einen Elektromotor antreibt.

Der Clou, es gibt keine Abgase, das einzige Abfallprodukt ist Wasser. Die Schülerinnen und Schüler standen zu Beginn des Schuljahres vor der Aufgabe, ein Fahrzeug selbst zu konzipieren, am Computer zu konstruieren und anschließend zu bauen, das einen Langstrecken- und einem Geschwindigkeitstest bestehen musste. Vor allem die Realisierung eigener Ideen, die Konstruktion am Computer und die Fertigung in den Lehrlingswerkstätten der beteiligten Firmen bereitete ihnen großen Spaß. Manche griffen bei der Bodenplatte auf das leichte Aluminium zurück,andere wiederum designten sie in Form einer Banane und druckten sie mit dem 3D-Drucker. Manche wählten das klassische Design , andere überzeugten die Jury mit ihrer futuristischen Variante.

Die abschließenden Statements sprechen für sich: Adrian: Ich fand die SIA echt großartig, es hat enorm viel Spaß gemacht, das Auto zu kreieren, zu bauen und es fahren zu sehen. Philipp: „Die SIA war insgesamt einfach phantastisch.“