Startschuss in die Saison 2019/2020 für die TusSies. Und schon steht der erste Gradmesser vor der Tür. Mit der HSG Blomberg-Lippe verbindet man aus jüngster Vergangenheit eher unangenehme Erinnerungen. Es war der letzte Spieltag der vergangenen Runde, als die Pink Ladies im Lipperland mit 21:25 verloren, dabei eine recht bescheidene Vorstellung boten. Geärgert hat das vor allem Trainer André Fuhr, der zuvor eine Ewigkeit in Blomberg gewirkt hatte. Fuhr ist mittlerweile pinke Geschichte, die Niederlage noch nicht. Wobei viele Spielerinnen damals gar nicht dabei waren. Die TuS Metzingen befindet sich in einem der größten Umbrüche ihrer Geschichte.

Das hat sich herumgesprochen. „Wir werden mit breiter Brust auftreten. Metzingen hat eine neuformierte Mannschaft mit einer neuen Trainerin Edina Rott und muss sich sicherlich erst einmal finden“, sagt Steffen Birkner, Trainer der HSG. Doch auch nach den Abgängen von Nationalspielerinnen wie Julia Behnke, Isabell Roch und Shenia Minevskaja attestiert Birkner dem Team eine hohe Qualität. Dies gilt es nun zu bestätigen.

Personalsorgen

Dabei fängt die Saison so an, wie die abgelaufene aufgehört hat: mit Personalsorgen. Marija Obradovic wird nicht dabei sein. Eine Untersuchung ergab, dass Flüssigkeitsablagerungen die aktuellen Schmerzen verursachen. „Da hilft nur Ruhe“, sagt Trainerin Edina Rott, kann die Zeitspanne aber nicht abschätzen. Ähnlich sieht es bei Anika Niederwieser aus. Sie trainiert dosiert, fehlt aber noch auf dem Spielfeld. Maren Weigel ist seit zwei Wochen voll im Training, über einen Einsatz wird kurzfristig entschieden. Dass Delaila Amega noch fehlt war sowieso klar, ihre Reha nach dem Kreuzbandriss läuft aber wie geschmiert.

Im Hinblick auf das Auftaktspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe vermeldet Neuzugang Katarzyna Janiszewska: „Ich bin ein bisschen gestresst.“ Das sei bei dem ersten Spiel für eine neue Mannschaft aber völlig normal. Ihr Ziel für die Saison 2019/2020 umreißt die Polin klar: „Gut spielen, dem Team helfen und alle Spiele gewinnen.“

Edina Rott will ihrer neuen Rechtsaußen nicht widersprechen, verweist aber darauf, dass die Mannschaft noch Zeit braucht, beim ersten Spiel sicher noch nicht auf höchstem Level agieren kann. „Das Team ist jung, viele Neue mussten integriert werden. Trotzdem will ich die Punkte natürlich in eigener Halle behalten.“

Nervosität muss sein

Begeistert und aufmerksam sei die Mannschaft in der Vorbereitung gewesen, so will Rott sie nun auch im Kampf um Punkte sehen. „Blomberg spielt ähnlich wie wir. Mit einer aggressiven Abwehr und schnell nach vorne.“ Das habe man analysiert und werde die Lücken finden, verspricht die Trainerin.  „Unsere Stärke ist es auch, über das Tempo zu kommen. Die Chancenverwertung muss aber, zum Beispiel im Vergleich zum Testspiel gegen Göppingen, besser werden“, umreißt Edina Rott die Vorgehensweise am Mittwochabend. Vor dem Comeback als Cheftrainerin macht sie eine leichte Nervosität aus, wertet dies aber als positives Zeichen. „Es lastet kein Druck auf uns, wir müssen aber an uns glauben.“

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Tickets für das Spiel heuite Abend gegen Blomberg gibt es an der Abendkasse oder im Internet:
handball-tussies.com