Drei große Highlights haben den Sängerbund Riederich im Jahr 2019 umgetrieben. Eines davon war der Auftritt des Kinderchors in der Musicalproduktion „UFO“ in Heilbronn: Auf der großen Bühne in Heilbronn ihr Können zu zeigen, sei für die Kinder natürlich ein riesen Erlebnis gewesen, berichtete die zweite Vereinsvorsitzende Astrid Oettle bei der Jahreshauptversammlung des Sängerbunds am Freitagabend. „Die Kinder mussten gut vorbereitet – und ermutigt – werden“, sagte Oettle. Als zweites Highlight hob sie das Bürgerfest hervor, bei dem der Sängerbund nicht nur aktiv mithalf, sondern auch die Vereinskasse mächtig aufbessern konnte. „Seit 2019 sind die Vereine alle gleichermaßen am Gesamtumsatz beteiligt und so konnten wir endlich was verdienen“, freute sich Oettle. Gern erinnerte sie sich außerdem an das Weihnachtskonzert zurück: „Ein schöner Jahresabschluss, der nur möglich war, weil unser Chorleiter uns mit Geduld und viel Optimismus begleitet hat.“

Eine schöne Gemeinschaft

Der Optimismus hat Chorleiter Reiner Hilby auch seither nicht verlassen: „S’läuft“, findet er. „Es wird nicht besser in der Chorlandschaft, aber wir schlagen uns tapfer“, sagt der Chorleiter. „Dank unserer schönen Gemeinschaft kommen wir gut zurecht.“ Immerhin habe es im vergangenen Jahr neun Neueintritte gegeben und bereits in diesem Jahr seien vier Neue dazu gekommen, so Oettle. Die Mitgliederzahl liege bei fast 140. Neueintritte seien allerdings in aller Regel dem Kinderchor zuzuschreiben.

Auf eklatanten Zuwachs sei nicht zu hoffen, „da muss man Realist sein“, so Hilby. Er empfahl seinen Sängern ein „Ausrufezeichen“ zu setzen mit „Aktionen, die aus der Reihe fallen, um aus der grauen Masse herauszustechen.“ Es tue ihm weh, zu sehen, wie seine Sänger Mühe und Freizeit investieren, um dann in einem halbleeren Saal aufzutreten. „Ich möchte, dass ihr das Gefühl kennt, in vollen Sälen aufzutreten.“ Vereine sollten sich mehr gegenseitig unterstützen, sagte er. Früher habe man bei Auftritten stets Besucher von benachbarten Sängerkreisen gehabt, das sei verloren gegangen. Allerdings müsse man sich auch an die eigene Nase fassen: „Jeder jammert, dass die anderen nicht kommen und geht aber selbst nicht zu den Konzerten der anderen.“

Das Weihnachtskonzert wolle er auf jeden Fall wiederholen: „Das war sehr schön und da bin ich wirklich stolz – ich wurde von vielen Kollegen darauf lobend angesprochen.“ Kollegen haben zuvor gesagt, er spinne, wenn er versuche „mit solch einem Laienchor dieses Konzert auf die Beine zu stellen“, erinnerte sich Hilby. „Aber dank der guten Gemeinschaft haben wir es gut geschafft und konnten noch dazu Eindruck schinden.“ Im Übrigen gehe es nicht um Quantität, sondern um Qualität: „Wir sind ein kleiner Haufen, aber ein Haufen, der immer besser wird. Darauf bin ich stolz.“

Schriftführer Jürgen Hamm, Kinderchorleiterin Birgit Hess und Jugendleiterin Sibylle Wurster blickten gern auf die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück. Riederichs Bürgermeister Tobias Pokrop freute sich, dass der Sängerbund vom Bürgerfest profitieren konnte und dankte dem Verein für sein Engagement.

Blumen und Glückwünsche warteten auf die zahlreichen Geehrten des Abends: Für zehn Jahre bei den Sunday Singers wurde Christa Sippel geehrt. Peter Wurster bekam die Silberne Ehrennadel angesteckt, er ist seit zwanzig Jahren im Verein. Seit 30 Jahren ist Ottmar Lorenz als Sänger aktiv, Gisela Löchner sogar 50 Jahre. Marianne Hermann darf auf 65 Jahre Vereinsmitgliedschaft zurückblicken. Als passive Mitglieder wurden Kathrin Bader, Katharina Koch, Klara Ruoff für 40 Jahre, Dieter Kächele für 50 Jahre und Irma Schwarz für 60 Jahre Vereinstreue geehrt.

Der Verein kann sich auch 2020 auf ein ereignisreiches Jahr freuen: Chorverbandstag des schwäbischen Chorverbands, Hockete, offenes Liedersingen und das Weihnachtskonzert sind nur einige Höhepunkte. Auch soll ein neues Musical in Angriff genommen werden.