Metzingen Rund ums Backhaus: Sitzen, schwätzen, schlemmen

Feiern bei Kurze-Hosen-Wetter: Mit einem kühlen Bier vor der Nase und der Sonne im Rücken haben es die Besucher des Glemser Dorfhocks am Wochenende bestens ausgehalten .
Feiern bei Kurze-Hosen-Wetter: Mit einem kühlen Bier vor der Nase und der Sonne im Rücken haben es die Besucher des Glemser Dorfhocks am Wochenende bestens ausgehalten . © Foto: Kirsten Oechsner
swp 30.07.2018

In lockerer Runde zusammen sein und miteinander ins Gespräch kommen: Das möchten die Glemser mit ihrem Dorffest den Besuchern in erster Linie ermöglichen. „Wir veranstalten eine ganz normale Hockete“, erklärt Ortsvorsteher Andreas Seiz. Und da sei der Name eben Programm: Es wird gehockt und geschwätzt. Klar kommt dabei die Kulinarik nicht zu kurz, die Vereine setzten dabei auf Traditionelles: Rote vom Grill und Leberkäse aus dem Backhaus. Beliebt sind selbstverständlich auch Rahm- und Zwiebelkuchen.

Alle zwei Jahre zeichnen Feuerwehr, die Fortissimo-Sänger, der TSV, der Obstbaumuseums-Verein und die Kirchengemeinde für die Organisation des Dorffestes verantwortlich – in den anderen Jahren organisiert der Trachtenverein den Backhaus-Hock. Trotz Pause war der dann noch vertreten und zwar in Form der Holzhackerbuam: Die Gruppe innerhalb der Trachtler sorgten mit ihrem Auftritt für Begeisterung – unter anderem hackten sie im Takt Holz.

„Das war wirklich eine Bereicherung“, freut sich Seiz. Der Festauftakt am Samstag sei sowieso wunderbar gewesen: „Die fünf Minuten Nieselregen haben nicht gestört.“

Auf der Festmeile zwischen Rathaus und Gemeindehaus ließen sich auch gestern wieder unzählige Menschen nieder, bei denen die Küche kalt blieb: „Wir haben viele Stammgäste“, weiß der Ortsvorsteher. Die meisten Besucher kommen seiner Erfahrung nach aus Glems und den umliegenden Gemeinden: „Wir liegen abseits der Radwege und Ausflugsstrecken“, erklärt er.

Zufällig vorbeikommende Besucher gibt es in dem Metzinger Stadtteil eher weniger, das stört aber keinen: Das Geschäft läuft, die Helfer haben an allen Ständen viel zu tun – ob beim Grillen oder Bier zapfen. Jeder beteiligte Verein hat seine feste Aufgabe, der TSV ist für die Getränke verantwortlich und die Feuerwehr fürs Essen. In der Verantwortung der Helfer vom Obstbaumuseum liegt der Verkauf der herzhaften Kuchen und die Sänger stemmen die abendliche Bar. Zur Tradition gehört es längst, dass die Kirchengemeinde Kaffee und Kuchen anbietet. Alle angebotenen Produkte sind aus heimischer Produktion: „Außer dem Bier, das haben wir aus Zwiefalten“, meint Andreas Seiz lachend. Gewirtschaftet wird in eine Kasse, ausgezahlt an die Vereine nach der Anzahl der Helfer.

Gerne ließen sich die Besucher dort nieder, wo normalerweise Autos unterwegs sind. Bereits heute ist auf der Glemser Ortsdurchfahrt nicht mehr zu sehen, dass dort am Wochenende ausgelassen gefeiert wurde: Aufgeräumt wird traditionell nämlich bereits am Sonntag direkt nach dem Hock. Bei dem idealen Hockwetter war das Festende 19 Uhr jedoch nicht ganz einzuhalten: Solche ideale Bedingungen für ein Freiluft-Fest gibt es selten einmal.

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Alle zwei Jahre wechseln sich die Vereine mit der Ausrichtung des Glemser Dorfhocks ab. Auch die  Kirchengemeinde und die Feuerwehr bringen sich ein.

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