Riederich Rotkäppchen-Rap und Hütten-Pop

Zum Sängerhock vor dem Rathaus unterhielten die Kinder das begeisterte Publikum.
Zum Sängerhock vor dem Rathaus unterhielten die Kinder das begeisterte Publikum. © Foto: Angela Steidle
ANGELA STEIDLE 21.06.2016
Rotkäppchen mal anders, "Mäusekinder", beschwingte Lieder und Dinnete unterm Schirm gab's beim Riedericher Sängerhock vor dem Rathaus.

Der kesse Teeny "Rotkäppchen" hätte gerne einen richtigen Wolf zum Freund. So einen großen, schwarzen mit gefährlich blitzenden Zähnen. Die etwas andere Geschichte nach dem alten Märchen der Gebrüder Grimm nimmt als neues Kindermusical des Riedericher Sängerbunds mit frechen Texten, gerappten Melodien und szenischen Einlagen ein überraschendes Ende. Zum Sängerhock vor dem Rathaus am Sonntag gab es eine begeisternde erste Kostprobe.

Die Uraufführung für das ganz neue Stück aus dem Reutlinger Härter-Verlag ist dann im Herbst. Nach dem Premieren-Auszug sei noch einiges zu tun, sagte Chorleiterin Birgit Heß. Der Liederkranz war mächtig stolz auf seine talentierten jungen Stars aus der ersten bis sechsten Klasse, die nach dem Piratenstück im vergangenen Jahr schon einem Nachfolger entgegen gefiebert hatten. "Um die Hauptrollen gab es eine große Konkurrenz", sagte Birgit Heß. Statt zehn cooler Rotkäppchen im Duett mit der zaubernden Oma wurden einfach noch ein paar Tierrollen dazu erfunden, damit jeder seine Aufgabe hat.

Auch die "Mäusekinder" (im Alter von vier bis sechs Jahren) hatten auf Onkel Tom's Bauernhof mit ihrer Tiermenagerie samt Steckenpferd alle Hände voll zu tun. Mit "Zwerg-Wackelmütze" und einem musikalischen Ratespiel unter triefendem Himmel lieferten sie für den begeisterten Applaus ihres Publikums die perfekte Show ab. Mit dem knitzen Hütten-Pop der Hülbener "Tonart", den beschwingten modernen Liedern der Riedericher "Sunday-Singers" und dem voluminösen Potential des gemischten Chores im Sängerbund, alle drei unter der Leitung von Reiner Hiby, konnten am Sonntag zwar die Wolken nicht vertrieben werden. Die selbstgemachte Fest-Dinnete schmeckte auch im Winterzeug unterm Schirm. Zu den Kindervorführungen hatte Bürgermeister Tobias Pokrop ein Einsehen: Er kam mit dem Rathaus-Schlüssel vorbei und sorgte im Foyer für trockene Kostüme und ein williges E-Piano.