An zwei Kursen wurden 18 Pfadfinder aus ganz Baden Württemberg in Metzingen als Ersthelfer im Bereich Outdoor ausgebildet. Die Jugendgruppenleiter lernten neben den Grundlagen wie stabile Seitenlage, Wiederbelebung und Wundversorgung auch das Retten aus schwierigem Gelände, den Umgang mit Zeckenbissen und das richtige Reagieren auf allergische Reaktionen.

Günter Wollwinter vom DRK-Ortsverein Metzingen zeigte eindrucksvoll, wie man Behelfstragen aus zwei Stangen und Pullover oder einer Decke baute, wie man Verbände richtig anlegt und wie man mit Hilfe eines SAM-Splints, einer Alu-Schaumstoff-Schiene, Brüche schient.

Mit kleinen Geschichten aus seinem Erfahrungsschatz rundete er die Sache ab. Auch praktisch wurden verschiedene Sachen ausprobiert. Während man die Grundlagen wie Wiederbelebung und stabile Seitenlage im warmen Pfadfinderheim übte, mussten die Teilnehmer im Metzinger Wald verschiedene Tragen bauen und Personen auf Abhängen versorgen.

Abends wurde dann gemeinsam gekocht, gebacken und gesungen. Die Inhalte wurden nochmal ausdiskutiert und geübt und es wurde gespielt, bevor es in die Schlafsäcke ging, um am nächsten Tag fit für den zweiten Teil des Kurses zu sein.

Am zweiten Tag wurden neben der Helmabnahme auch noch die Unterkühlung, der Hitzschlag und die Verbrennung durchgenommen. Nachdem sich der Kursleiter verabschiedet hatte, gab es noch für jeden Teilnehmer eine Schnellübersicht aus Wasserbeständigem Material, ein SAM-Splint und ein Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am 16-stündigen Erste Hilfe Outdoor Kurs.

Der Kurs war extra an Gruppen wie Pfadfinder angepasst, die sich in ihrer Freizeit auch auf unwegsamem Gelände oder weit ab jeglicher Zivilisation befinden. Dort braucht es eine Weile, bis der Rettungsdienst eintrifft oder man zum Arzt kommt.