Grafenberg Quantensprung ins Glück

Beim Spatenstich vereint 8von links): Holger Dembek, Jens Patrick Mews, Wolfgang Held, Bürgermeisterin Annette Bauer und Jochen Klarmann.
Beim Spatenstich vereint 8von links): Holger Dembek, Jens Patrick Mews, Wolfgang Held, Bürgermeisterin Annette Bauer und Jochen Klarmann. © Foto: Peter Swoboda
Grafenberg / PETER SWOBODA 06.04.2016
Für Grafenberg hat gestern ein neues Zeitalter begonnen. Es war Spatenstich für das so genannte Gesundheitsdorf, das die Initialzündung für die Entwicklung der neuen Ortsmitte geben soll.

Aufbruchstimmung durchzog gestern die kleine Gemeinde und das aus gutem Grund. Es war offizieller Spatenstich für den Bau des so genannten Gesundheitsdorfs im Ortszentrum neben der Ortsbücherei. Die Gemeinde verspricht sich davon eine Initialzündung für die Entwicklung der Ortsmitte. Das Ganze hat natürlich durch die Baufreigabe der Ortsumfahrung B 313 neu an Dynamik gewonnen.

Im Gesundheitsdorf werden neue Räume für die Diakonie-Sozialstation entstehen. Sie werden zweieinhalb Mal so groß sein wie die bestehenden. Die Räumlichkeiten bieten Platz für zwei Pflegeteams. Dies ermöglicht laut wie Holger Dembek vom Vorstand der Diakonie-Sozialstation gestern nochmal betonte, genügend Platz für sachgerechte Beratung und Schulung von Patienten und Angehörigen. Der Bereich Nord der Diakonie-Sozialstation Metzingen versorgt etwa 110 Patienten. Es war also unumgänglich eine langfristige Lösung für Grafenberg zu finden.

Ins Gebäude integriert wird ein Gemeinschaftssaal entstehen, den die Gemeinde Grafenberg finanziert. Die sind mit 360 000 Euro veranschlagt. Bei dem Objekt besteht aus zwei Gebäudeteilen mit Tiefgarage. Die Gebäude weisen drei Geschosse auf.

Im ersten Obergeschoss sind altengerechte Wohnungen geplant. Im Dachgeschoss sind Appartements vorgesehen mit Dachterrassen. Das Projekt der neuen Sozialstation in Grafenberg kostet 450 000 Euro. Die Deutsche Fernsehlotterie hat einen Zuschuss in Höhe von 145 000 Euro bewilligt, von der Lechler-Stiftung gab es 40 000 Euro und der Krankenpflegeverein Grafenberg spendet 50 000 Euro. Damit sind 50 Prozent der Kosten gedeckt. Aus den Rücklagen werden ferner 121 000 Euro entnommen. Zur Deckung des Restbetrags ist ein Darlehen in Höhe von 104 000 Euro notwendig.

Die Wohnungen haben laut Wolfgang Held von der Sigrid Held GmbH, die das Projekt als Investor verwirklichen wird, ein Verkaufsvolumen von immerhin 3,2 Millionen Euro.

An Bürgermeisterin Annette Bauer war es gestern, Dank zu sagen. Etwa der Lechler-Stiftung, namentlich deren Geschäftsführer, Metzingens Ex-Oberbürgermeister, Dieter Hauswirth. Auch der Diakonie-Sozialstation, ohne die das Projekt ebenfalls nicht möglich wäre. Und sie gedachte des verstorbenen Geschäftsführers der Diakonie-Sozialstation, Oliver A. Maier, , der viele Ideen mit eingebracht habe. Und sie dankte der Sigrid Held GmbH, die dem Konzept das nötige Vertrauen schenkte.

Holger Dembek erinnerte daran, dass im Mai vor 24 Jahren der Spatenstich für das jetzige Gebäude der Sozialstation und der Ortsbücherei gewesen war. "Das neue Gebäude", so Dembek, "ist ein weiterer Quantensprung." Und zwar für die sichere Versorgung der Patienten, für die Arbeit der Mitarbeiter und für die Ortsentwicklung. Sprach's und wollte Architekt Jochen Klarmann aus Metzingen nicht unerwähnt lassen, der eine städteplanerisch überzeugende Lösung für den Neubau gefunden habe. Für Jens Patrick Mews, dem Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation Metzingen, steht eines schon jetzt fest: "Unsere Mitarbeiter sind ob des Neubaus richtig glücklich."

Wenn alles nach Plan läuft, wird im August dieses Jahres bereits Richtfest gefeiert und im Mai/Juni nächsten Jahres soll das Gebäude fertig sein.

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