Am zweiten Verhandlungstag im Prozess um den mutmaßlich 13-fachen sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen zwischen September und Dezember 2019 hat die 8. Große Jugendkammer am Landgericht Tübingen am Dienstag weitere Zeugen gehört. Darunter auch die heute 14-jährige Metzingerin, deren Mutter den 23-jährigen Reutlinger im Dezember vergangenen Jahres bei der Polizei angezeigt hatte. Als mutmaßliches Opfer sagte sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus, da sie als Minderjährige von Gesetzes wegen besonders schutzwürdig ist.

Dass sich der Fall keineswegs eindeutig darstellt, ließ deren insgesamt mehr als eineinhalbstündige Befragung unter der Vorsitzenden Richterin Sigrid Höchst erahnen. Später deuteten darauf auch die auf Aussagen des Mädchens fußenden Fragen an dessen Mutter, eine Freundin der damals 13-Jährigen sowie eine Bekannte des Angeklagten hin.
Heute wird die Beweisaufnahme fortgesetzt, mit einem weiteren Zeugen sowie Beweismaterial aus Chatverläufen und Tagebüchern.