Bildung ist die Grundlage für das Leben schlechthin. Sie ist wichtig, um in der Gesellschaft klarzukommen und sie ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ist Bildung der Schlüssel, um in  der neuen Heimat zurechtzukommen.

Nicht wenige Kinder und Jugendliche brauchen Hilfe, um den schulischen Anforderungen gerecht werden zu können. Das gilt selbstredend für alle. Viele Eltern können sich jedoch einen professionellen Nachhilfeunterricht finanziell nicht leisten.

Deshalb haben sich Karina Montes, die Integrationsbeauftragete  der Stadt Metzingen und Sabine Jäger-Renner, zuständig für bürgerschaftliches Engagement, etwas überlegt. Sie möchten kostenlosen Nachhilfeunterricht anbieten. Ziel des neuen Projekts ist es, Freiwillige auszubilden, die sich in der Nachhilfe für Kinder und Jugendliche  engagieren wollen, als sogenannte Nachhilfe-Mentoren. „Die Mentoren“, sagt Sabine Jäger-Rennner, „werden gut auf ihre Aufgabe vorbereitet.“ Das geschieht mittels einer praxisorientierten mehrtägigen Ausbildung. Die dafür erarbeitete Workshopreihe umfasst die Grundlagen für ein „gutes Gelingen als Nachhilfelehrer“. Mitbringen sollte man Lebenserfahrung, Motivation und die Bereitschaft, Kinder und Jugendlichen in ihrem Bildungsprozess zu unterstützen. Wichtig ist freilich auch, dass die Interessenten mit Kindern und Jugendlichen umgehen können.

Bei einem der Workshops geht es um interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Lernen, beim zweiten Kurs lautet das Thema „einfache Sprache und sprachsensibler Nachhilfeunterricht“. Beim dritten Workshop dreht es sich um Didaktik und Pädagogik, also um den Umgang mit dem Kind und dem Jugendlichen. Selbstredend muss es eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen und den Schulsozialarbeitern geben. „Und“, so Sabine Jäger-Renner, „wir müssen die Eltern mit ins Boot holen.“ Denn viele Eltern haben allein schon Probleme damit, das deutsche Schulsystem zu verstehen.  Karina Montes betont, dass es in dem Projekt, das sie als Modellprojekt sieht,  um mehr geht als um Hausaufgabenbetreuung. Das Ganze sollte an einem neutralen Ort ablaufen und nicht bei den Kindern und Jugendlichen zu Hause. Melden kann sich jeder, fünf Anfragen gibt es bereits.

Am Freitag, 25. Oktober, von 17 bis 20 Uhr  gibt es eine Informationsveranstaltung im Metzinger Familienzentrum. Das Motto des Projekts lautet:  „Gemeinsam sind wir stark“.

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Ausbildungsmodule gibt es für die ehrenamtlichen Nachhilfe-Mentoren. Interessenten sollten mit Kindern und Jugendlichen umgehen und Lebenserfahrung weitergeben können.