Den wirtschaftlichen Vor- und Nachteil der Zeitumstellung zu diskutieren, ist müßig. Fakt ist, dass ein längerer Feierabend bei Tageslicht dem persönlichen Wohlempfinden nutzt und damit sind nicht Garten-Partys bis tief in die Nacht gemeint, denn soviel Helligkeit bringt die eine Stunde, um die die Uhr vorgestellt wird, auch nicht. Wer normalerweise zum Dienstschluss noch in sein Auto steigen muss, um dann durch das nächtliche Ermstal oder über die dunkle Alb sein Domizil anzusteuern, dem bringt diese eine Stunde schon sehr wohl etwas. Die Fahrt in der Dunkelheit ist ein notwendiges Übel, die Fahrt bei Licht ist schon ein erster angenehmer Teil des Feierabends, und vielleicht hängt das dann doch auch mit dem unablässigen Vogelgezwitscher zusammen. Der Mensch braucht Licht, und mit dem Licht kommt auch der Elan, auch abends noch etwas zu tun, bevor man direkt vor dem Fernseher in den Sessel fällt. Und sind wir doch einmal ehrlich, den Frühaufstehern, die jetzt vielleicht wieder in der Dunkelheit aus dem Haus müssen, denen kann eh sowieso nichts anhaben - die haben den Elan, ob es hell oder dunkel ist. Das gleiche gilt auch für die Frühsportler, denn meist rennen genau die auch noch zu mitternächtlicher Stunde mit einer Lampe durch den Gäu.