In den Jahren 1957 bis 1973 wurden sie gebaut, die Automobile, welche den liebevollen Namen „NSU Prinz“ getragen haben. In diesen Jahren waren es schlicht die Autos des „kleinen Mannes“. Für jene, die es nicht wissen: NSU stand einst für Neckarsulmer Motorenwerke.

Nicht wenige Familien sind damals mit ihrem „Prinz“ einmal im Jahr nach Italien gefahren, um auf dem NSU-Lido nahe Venedig ihr Zelt aufzuschlagen und Urlaub zu machen. Die Modelle „Prinz 1“ bis „Prinz 4“ waren sparsame und preiswerte Kleinwagen mit für diese Zeit erstaunlichen Fahreigenschaften. Ab 1964 wurden die kleinen Zwei-Zylinder-Autos ergänzt durch die stärkeren und größeren Vier-Zylinder-Modelle „Prinz 1000, TT, TTS“ und dem damals relativ großen Familienfahrzeug „Typ 110“ oder „1200 C“. Nicht zu vergessen die Sportwagen „Sportprinz und Wankel-Spider“, die zusammen mit der Großraumlimousine „RO 80“ die Marke NSU abrundeten.

Wir erinnern uns im Zusammenhang mit den NSU in den 60er- und 70er Jahren an das Neuffener Bergrennen, das von diesen Autos geprägt wurde. Der TT und vor allem der TTS waren der Traum junger Leute, wenn es um sportliche Fahrzeuge oder gar Rennautos ging.

In Linsenhofen feiert am 2. bis 3. Oktober die Scuderia NSU Süddeutschland e.V. ihr 25-jähriges Bestehen.

Die Scuderia NSU befasst sich mit dem Erhalt von NSU-Fahrzeugen und der Pflege der Marke.  Im Besitz der Mitglieder befinden sich nahezu alle zuvor genannten Typen von NSU-Fahrzeugen, aber auch Zweiräder der Marke NSU. Am 2. und 3. Oktober können diese Fahrzeuge sowie weitere von eingeladenen Teilnehmern aus ganz Deutschland, in Linsenhofen besichtigt werden.  Die Scuderia NSU Süddeutschland e.V. veranstaltet zum Jubiläum ein kleines NSU-Treffen rund um die Kelter in Linsenhofen.Neben einer Ausstellung der NSU-Fahrzeuge ist für Verpflegung  gesorgt.

Am Sonntag, 2. Oktober und am Montag, 3. Oktober (Feiertag) werden ab 10 Uhr die ersten Besucher erwartet. Die Mitglieder des Vereins geben gerne Auskunft über die Marke NSU.