Segelfliegen Piloten verteidigen den dritten Rang

Florian Tröscher machte diese Aufnahme, die Segelflugzeuge beim Steigen im Kreisflug über der Alb bei St. Johann zeigt.
Florian Tröscher machte diese Aufnahme, die Segelflugzeuge beim Steigen im Kreisflug über der Alb bei St. Johann zeigt. © Foto: Privat
Grabenstetten / swp 17.05.2018

Ein weiteres Mal konnten die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten ihren dritten Platz in der zweiten Segelflug-Bundesliga verteidigen. So langsam wird die Luft allerdings dünner – unter anderem, weil eine neue Regel den Fliegern von der Vorderen Alb dieses Mal zu schaffen machte.

Patrick Kutschat war wieder der Schnellste: Am letzten Tag des Streckenflug-Wettbewerbes auf der Hahnweide bei Kirchheim unter Teck war er mit 99 Stundenkilometern über der Schwäbischen und der Fränkischen Alb unterwegs. Erich Sigel trug mit 88 Stundenkilometern, Heinz Brujmann mit 84 Stundenkilometern zur Grabenstetter Wertung bei.

Eine neue Regel, die seit dem Beginn dieser Saison gilt, ließ diesmal zwei Flüge aus der Wertung herausfallen. Die Regel fordert, dass die Piloten ihren Flug im Umkreis von 15 Kilometern um den Startflugplatz beenden. Am Samstag haben mit Jürgen Theiss und Raphael Ladner gleich zwei Piloten ihren Flug zwischen Odenwald und Schwäbisch Hall wegen schlechter Wetterbedingungen frühzeitig abbrechen müssen – der eine durch den Einsatz des Hilfsmotors, der andere durch eine Landung auf dem Flugplatz Walldürn. In den vergangenen Jahren wäre dies zwar ärgerlich gewesen, aber kein Problem für die Liga-Wertung, da in der Bundesliga nur ein zweieinhalb Stunden langes Zeitfenster des Fluges bewertet wird und beide Piloten zuvor schon über drei Stunden im reinen Segelflug unterwegs waren. Neuerdings aber sind solche Flüge gar nicht mehr für die Liga nutzbar. Die neue Regel soll verhindern, dass Piloten bewusst eine Außenlandung oder den Einsatz des Hilfsmotors in Kauf nehmen. Weil dadurch aber – wie am Samstag – manchmal der Mut zum Versuch großer Flugstrecken bestraft wird, ist die Änderung unter den Fliegern umstritten.

Vorsprung reichte aus

Mit Rundenplatz 16 (bei 30 teilnehmenden Vereinen) landet Grabenstetten im Mittelfeld. Da jedoch aus den vorangehenden Wochen noch etwas Reserve vorhanden war, könnte der dritte Tabellenplatz ein weiteres Mal verteidigt werden. Den Rundensieg holten sich die Piloten aus Bad Wörishofen im Allgäu, gefolgt vom LSV Gifhorn (bei Wolfsburg) und der Segelfluggruppe Steinwald (Oberpfalz).

Der Aufsteiger Steinwald steht unverändert an der Spitze der Tabelle vor Gerstetten und Grabenstetten, und konnte seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Auf Rang vier und fünf lauern unterdessen die Luftsportvereine Homberg/Ohm (Hessen) und Gifhorn (Niedersachsen), die beide fast punktgleich mit Grabenstetten sind.