Grabenstetten Piloten segeln im Cabrio durch die Lüfte

Das älteste Segelflugzeug der Grabenstetter, eine Grunau Baby, kam am Wochenende zum Einsatz. Foto: Privat
Das älteste Segelflugzeug der Grabenstetter, eine Grunau Baby, kam am Wochenende zum Einsatz. Foto: Privat
SWP 23.08.2012
Die Hitze am Wochenende ließ das Segelfliegen für die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden.

Drei Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten haben am Samstag versuchten, im Teamflug eine gültige Wertung für die zweite Segelflug-Bundesliga zu schaffen. In einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden ist dafür ein Durchschnitt von mindestens 40 Stundenkilometern nötig. An normalen Tagen kein Problem, aber im Hochsommer, wenn ein stabiles Hochdruckgebiet für wolkenlosen Himmel und Temperaturen jenseits der 30 Grad sorgt, dann können sich wegen der stabilen Luftschichtung nur wenige schwache Aufwinde entwickeln.

Die Grabenstetter flogen hochmotiviert los, aber als sie wegen der schwachen Aufwinde auf den Flugplätzen Laichingen beziehungsweise. Oppingen zwischenlanden mussten, schwand die Chance auf einen gültigen Wertungsflug. Der zweite Versuch nach dem Wiederstart an der Seilwinde brachte immerhin noch um die 90 Streckenkilometer zusammen, aber nicht genug Geschwindigkeit für die Liga. Am Sonntag unterdessen war es noch heißer und an Streckenflug war kaum zu denken. Einige Piloten nutzten das Sommerwetter dann dazu, ein paar Runden im Grunau Baby, dem ältesten Segelflugzeug am Flugplatz Grabenstetten, zu drehen. Das oben offene Cockpit lässt den Piloten den Fahrtwind im Gesicht spüren. Ein Fluggefühl wie in den 1940er Jahren, denn aus dieser Zeit stammt der Oldtimer, der von den Grabenstetter Fliegern immer noch liebevoll instand gehalten wird.

Runde 18 in der zweiten Bundesliga war für die Grabenstetter trotz der intensiven Bemühungen am Samstag leider ein Nullrunde, weil kein Flug mit über 40 Stundenkilometern zustande kam. Auch die anderen Vereine aus Baden-Württemberg konnten leider nicht punkten. Insgesamt schafften nur 13 der 30 teilnehmenden Vereine eine Wertung.

Grabenstetten verliert damit wertvolle Punkte und steht in der zweiten Segelflug-Bundesliga auf Platz 20 in der Tabelle. Nächstes Wochenende sind die Piloten voll gefordert, denn rechnerisch wäre von dieser Position aus sogar noch ein Abstieg in die dritte Liga möglich.