Dettingen/Laichingen / Alexander Thomys  Uhr

Die Synodalen des evangelischen Kirchenbezirks Bad Urach-Münsingen kamen am vergangenen Freitagabend zu ihrer Frühjahrssynode im Gemeindezentrum Christuskirche in Dettingen Buchhalde zusammen. Hauptpunkt ihrer Beratungen war es, einen Beschluss über die Umsetzung des landeskirchlichen „Pfarrplans 2024“ zu fassen.

Der geschäftsführende Dekan Michael Karwounopoulos formulierte gleich zu Beginn der kontroversen Diskussion die schwierige Ausgangslage: „Wir müssen Entscheidungen treffen, die wir so nicht wollen.“ So berieten die Synodalen im Verlauf des Abends zunächst über zwei unterschiedliche Entwürfe, die der in der Herbstsynode eingesetzte Pfarrplan-Sonderausschuss in acht Sitzungen und vier Regionalveranstaltungen im Vorfeld erarbeitet hatte. Beide Varianten zeigten auf, wie auf unterschiedliche Weise die Vorgabe der Landessynode – nämlich gleich 5,5 Pfarrstellen bis zum Jahr 2024 zu kürzen – umgesetzt werden könnte. In der weiteren Beratung wurde zudem eine weitere Variante ins Spiel gebracht, die aber in der anschließenden Abstimmung keine Mehrheit fand.

Die anwesenden 109 stimmberechtigten Mitglieder wählten mit einer Mehrheit von 75 Befürwortern bei 32 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen die Pfarrplan-Entscheidung B. Damit kam für den Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen folgender Beschluss für den Pfarrplan 2024 zustande: Die Pfarrstelle Böttingen wird aufgehoben. Die Pfarrstelle Auingen versorgt in naher Zukunft also Böttingen und Magolsheim mit. Ebenfalls aufgehoben wird die Pfarrstelle in Dapfen. Die Pfarrstelle Gomadingen übernimmt die seelsorgerliche Betreuung.

Komplett gestrichen werden auch die Pfarrstellen in Reicheneck, das künftig von Mittelstadt mitbetreut wird, sowie die Pfarrstelle in Feldstetten. Die Zaininger Pfarrei übernimmt dort künftig die Seelsorge.

Weitere Gemeinden müssen Kürzungen ihrer Pfarrstelle hinnehmen: Die Pfarrstelle Kohlstetten wird auf 50 Prozent gekürzt, das gleiche gilt für die Pfarrstelle Glems. Auch die Pfarrstelle in Upfingen wird auf 50 Prozent gekürzt.

Die Pfarrstelle Laichingen-Ost wird auf 75 Prozent gekürzt, gleiches gilt für die Pfarrstelle in Grabenstetten. Dazu kommt für den Grabenstetter Pfarrer ein Dienstauftrag im Umfang von 25 Prozent zur Krankenhausseelsorge am Krankenhaus in Bad Urach.

Eine der beiden Pfarrstellen zur Dienstaushilfe beim Dekan wird gestrichen. Eine strukturelle Änderung gibt es indes in der Kurstadt selbst: Die Pfarrstelle Bad Urach Amanduskirche II wird zugunsten der Pfarrstelle Seeburg, die wieder errichtet wird, gestrichen. Auf der Sitzung informierte der beauftragte Pfarrer Jürgen Sachs die Anwesenden über das bevorstehende Landesmissionsfest, das am 16. und 17. Juni diesen Jahres in Bad Urach stattfinden wird.

Im Rahmen der Synode wurde zudem Pfarrerin Katja Pfitzer aus Upfingen in den Kirchenbezirksausschuss nachgewählt, weil Pfarrer Siegbert Betz Anfang Juni seine neue Pfarrstelle in Gärtringen antritt und damit aus dem Gremium ausscheidet.

5,5

Pfarrstellen müssen im Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen bis zum Jahr 2024 eingespart werden. Diese Kürzung sieht die Landeskirche in ihrem „Pfarrplan 2024“ vor.