15, 30, oder 60 Minuten? Wie lange lohnt es sich, auf ein Paar reduzierte Nike-Schuhe zu warten? Seit dem heutigen Montag gilt in Baden-Württemberg die neue, gelockerte Verordnung im Kampf gegen das Coronavirus. Zwar sind unter strengen Auflagen kleinere Outletstores schon seit dem 20. April geöffnet, doch die Kundschaft zeigte sich zögerlich – bis jetzt.

Schlangen vor den günstigeren Stores

Während es sich bei Burberry & Co. noch immer schwer gemütlich shoppen lässt, bildeten sich am 18. Mai vor den Geschäften mit erschwinglicheren Marken zeitweise lange Schlangen unter einer prallen Sonne.

Rabatte sollen Kunden nach Metzingen führen

Denn nach fünf Wochen des reinen Onlinehandels sind die Warenlager in Metzingen deutlich reicher bestückt, als den Händlern lieb ist. Und so regnet es nun Rabatte und Schnäppchen, die sich viele nicht entgehen lassen wollen. Wie in Freizeitparks werden die Wartenden vor den Eingängen mit Markierungsschildern informiert, wie viel Zeit sie noch investieren müssen. Bei Nike etwa zog sich schon zur Mittagszeit eine Schlange, die um das Gebäude herum führte und das 60-Minuten-Schild längst überschritten hatte.

Mundschutz, Desinfektionsmittel und markierte Wege

Dabei ist das Einkaufen in der Outletcity deutlich unbequemer als gewohnt: Vor den Türen der Stores sind Absperrbänder angebracht, die Empfangsdamen tragen Mundschutz und Latexhandschuhe. Wer eintreten will, muss ebenfalls einen Mundschutz tragen und die Hände desinfizieren. In manchen Läden darf man die Waren nur in die eigens bereitgestellten Taschen packen, außerdem sind die Wege gekennzeichnet.