Hülben Orangen für Hilfsprojekte in Äthiopien und Peru

© Foto: Gudrun Schmied
GUDRUN SCHMIED 01.12.2013
Der Auftaktgottesdienst der Orangen-Aktion fand in der Kirche in Hülben statt. Anschließend zogen rund 70 Kinder mit den Orangen von Haus zu Haus. Der Gewinn ging an Projekte in Äthiopien und Peru.

Seit rund 30 Jahren organisiert der Weltdienst des evangelischen Jugendwerks in Württemberg eine Orangen-Aktion. Ungefähr 800 Jungschargruppen ziehen an einem der Adventssamstage durch ihren Ort und verkaufen Orangen, netz- oder kistenweise. Der Gewinn, im vergangenen Jahr rund 100 000 Euro, wird für Projekte in der Dritten Welt verwendet.

In Hülben machten sich mehr als 70 Kinder und Jugendliche auf, um bei eisigen Temperaturen die Früchte zu den Häusern zu bringen. 1,6 Tonnen waren beschafft worden und gingen auch komplett weg.

Der Reinerlös wird in diesem Jahr geteilt. Ein Teil geht nach Peru, um dort die Arbeit des Hülbeners Matthias Kullen zu unterstützen, der für seine Arbeit mit Kindern Material und Möbel braucht. Für die andere Hälfte haben sich die Hülbener Jungscharen für ein Projekt in Äthiopien entschieden. Fritz Leng vom Evangelischen Jugendwerk Württemberg stellte während des Auftaktgottesdienstes den Kindern das Land in Ostafrika, die Geschichte der äthiopischen Christen und die Bedingungen unter denen die Kinder dort leben vor. Viele der Kinder haben keine Eltern mehr und werden von verschiedenen Gruppen des YMCA, entspricht dem deutschen CVJM, mit Nahrung, Wohnung und Ausbildungsmöglichkeiten unterstützt. Nach getaner Arbeit in den zugeteilten Bezirken, mit Handwagen wurden die Beutel, ganze Kisten wurden mit dem Auto geliefert, trafen sich die Orangenverkäufer wieder im Gemeindehaus um sich bei einem warmen Essen und Getränk aufzuwärmen.