Metzingen Open Air auf dem Gelände des Ferientagheims

Unser Bild zeigt von links: Claus Ladengast, Petra Meinhardt, Andreas Jud, Thorsten Knecht, Despina Ladengast, Uwe Bäuerle und Dieter Schott.
Unser Bild zeigt von links: Claus Ladengast, Petra Meinhardt, Andreas Jud, Thorsten Knecht, Despina Ladengast, Uwe Bäuerle und Dieter Schott. © Foto: Thomas Kiehl
Metzingen / Von Peter Kiedaisch 06.06.2018

Es könnte kaum ein geeigneteres Gelände geben für ein Festival als das Ferientagheim auf dem Bongertwasen mit seinem Rasenbolzplatz und der kleinen Natursteintribühne, die an ein bescheidenes Amphitheater der Antike erinnert. Am Samstag spielt dort eine Rock- und Popformation, die sich Outbreak nennt. Die aus zehn Mitgliedern bestehende Gruppe hat deutsche Texte im Repertoire und widmet sich christlichen Inhalten.

In Kirchenkreisen hat sie sich längst einen Namen gemacht, das merken dieser Tage vor allem die Organisatoren des Open-Air-Konzerts: „500 Karten haben wir bereits verkauft“, sagt Claus Ladengast. Er ist Mitglied des Kirchengemeinderats und engagiert sich in der Friedenskirche, wo es immer wieder gut besuchte Konzerte gab, wie er sich erinnert. Aber jetzt geht es um etwas anderes. Nicht mehr um 300 bis 500 Zuhörer.

Die am Konzert Beteiligten wollen ein Zeichen setzen, etwas, an das man sich später erinnert: „Wir rechnen mit bis zu 1000 Besuchern“, sagt Friedenskirchenpfarrer Dieter Schott. Deswegen trafen sich bereits vor mehr als einem Jahr einige Mitstreiter aus der evangelischen Gesamtkirchengemeinde und des Metzinger CVJM. So ein Projekt muss gut vorbereitet sein: „Unser Anliegen ist, jungen Menschen über Musik die Botschaft von Jesus Christus nahezubringen.“

Dazu kann Outbreak möglicherweise etwas beitragen. Die Gruppe ist genau genommen das Konstrukt einer Idee: Die Gründer, ein Ehepaar namens Friesen, heuerte im Jahr 2005 beim Glaubenszentrum Bad Gandersheim an, er übernahm zwei Jahre später die Leitung des Musikbereichs. Der Traum der beiden: „Die Lobpreiskultur unter jungen Menschen in Deutschland neu zu beleben.“

Jetzt also spielt diese Gruppe am Ferientagheim: „Das Gelände wird man nicht mehr erkennen“, prophezeit Dieter Schott. Auf der vom Ferientagheim abgewandten Seite des Bolzplatzes wird eine Bühne aufgebaut, die Besucher können es sich auf der Wiese gemütlich machen. Wobei: Der Andrang wird enorm sein, sodass alle stehen werden müssen. „Es wird das größte Konzert sein“, sagt Dieter Schott, „das wir jemals organisiert haben.“ Und das heißt was, denn selbst zur Churchnight ist die Friedenskirche stets ausverkauft.

Für Claus Ladengast ist es keineswegs selbstverständlich, dass sich „diese Band auf uns eingelassen hat.“ Sie spielt bei großen kirchlichen Veranstaltungen, ist bundesweit bekannt und wird, da ist sich Ladengast sicher, „viele Auswärtige nach Metzingen bringen.“ Gespielt werden auch die Stücke ihrer neuesten CD.

Alkohol gibt es während des Open-Air-Konzerts keinen zu kaufen, zudem ist es nicht gestattet, Glasflaschen aufs Gelände mitzubringen: „Wir müssen sogar Sicherheitskontrollen durchführen“, sagt Ladengast. Also in jeden Rucksack schauen. Die Veranstalter empfehlen deswegen, große Taschen im Auto zu lassen. Schließlich gibt es (außer Alkohol) genügend Getränke. Und vor Beginn des Konzerts wird auch der Grill angeworfen. Deftige Rote können vor dem Beginn der Lobpreislieder nicht schaden.

Outbreak am Ferientagheim

Das Open-Air-Konzert der christlichen Rock- und Popformation Outbreak ist am kommenden Samstag, 9. Juni, um 20 Uhr auf dem Gelände des Metzinger Ferientagheims.

Karten im Vorverkauf gibt es nur noch bis heute Abend in der Buchhandlung Widmann und im Internet auf der Seite „www.cevents.de“, Restkarten sind an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich.

Parkplätze gibt es auf dem Festgelände am Bongertwasen und am Otto-Dipper-Stadion. Der Fußweg ist kurz.

Das Konzert geht etwa zweieinhalb Stunden ohne Pause.

Rote und vegetarische Speisen kann man vor dem Konzert kaufen, nicht alkoholische Getränke kann man auch während des Konzerts erwerben.

Veranstalter sind der CVJM Metzingen und die evangelische Gesamtkirchengemeinde Metzingen. 120 freiwillige Mitarbeiter werden an diesem Abend im Einsatz sein. kid