Ein Bauzaun umgibt die altehrwürdige Gaststätte Ochsen an der Frickenhäuser Hauptstraße. Die Abbrucharbeiten haben jetzt begonnen. Künftig soll hier ein Gebäude für betreutes Wohnen stehen. Das Dach ist schon abgedeckt, in Kürze werden auch die Mauern des „Ochsen“ fallen.

Gebäudekomplex mit Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen

 Seit zehn Jahren ist der „Ochsen“ Thema im Frickenhäuser Gemeinderat. Soll er abgerissen oder doch erhalten werden? Letztes Jahr hat die Benevit-Gruppe, der Betreiber des benachbarten Altenheims „Haus Steinach“, das Grundstück mit dem Haus gekauft. Hier soll jetzt ein Gebäudekomplex mit Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen. Auch eine Tagespflegeeinrichtung sowie eine kleine Kindertagesstätte haben künftig hier ein Zuhause. „Die Abbrucharbeiten waren schon für Ende des letzten Jahres geplant, es gab Verzögerungen, dann kam die Coronakrise dazwischen“, sagt Frickenhausens Bürgermeister Simon Blessing. Wenn alles glatt läuft, wird der „Ochsen“ in Kürze verschwunden sein und die Arbeiten zum Neubau können beginnen.

Haus wird in L-Form angelegt - 18 Monate Bauzeit

Mit 18 Monaten Bauzeit rechnet der Schultes. „Die Ecke an der Hauptstraße und Oberen Straße war nicht unbedingt eine städtebauliche Wohltat“, so Blessing, „wir wollen den Platz ansehnlich gestalten“. Das neue Haus wird in L-Form angelegt und soll auch die Architektur des bisherigen „Ochsen“-Gebäudes haben. Zur Straße hin wird ein Garten sein. Auch Stellplätze stehen dann hier zur Verfügung. Die Frickenhäuser Senioren haben dann eine Anlaufstelle, sie können in betreutes Wohnen gehen. Mit der Nutzung der neuen Wohnstätte und der Tagespflegeeinrichtung schließt sich eine wichtige Versorgungslücke in der Frickenhäuser Seniorenarbeit. „So ein Angebot gab es bisher in der Tälesgemeinde noch nicht und ich bin mir sicher, dass sich unsere älteren Mitmenschen hier sehr wohl fühlen werden“, sagt der Bürgermeister.