Neuhausen Nur neue Wege, kein Baugebiet

Neuhausen / MICHAEL KOCH 27.09.2012
Entsteht dort am Neuhäuser Ortsende in Richtung Dettingen ein neues Baugebiet? Nein, die weithin sichtbaren Arbeiten auf Feld und Wiese sind Teil der Flurneuordnung, ein neues Wegenetz wird angelegt.

Hinter Neuhausen rollen die Bagger, Planierraupen schieben Bahnen quer durchs Gelände. Ob dort ein neues Gewerbegebiet entstehe, sei sie schon gefragt worden, wie Ortsvorsteherin Lilli Reusch sagt.

Tatsächlich wird dort aber derzeit der Wege- und Gewässerplan in die Praxis umgesetzt, der in einem jahrelangen Flurbereinigungsverfahren im Anschluss an den Bau der B 28 erarbeitet wurde. Weniger bürokratisch ausgedrückt, werden dort neue Feldwege, Wasserläufe und Biotope angelegt.

Mancher Grundstücksbesitzer sei nach Beginn der Bauarbeiten schon zu ihm gekommen, ob man denn dieses oder jenes noch ändern könne, berichtet Friedemann Salzer als Vorsitzender der am Verfahren beteiligten Eigentümergemeinschaft. Tatsächlich aber lasse sich jetzt nichts mehr ändern.

Sollten auf der Baustelle Probleme auftreten, dann wird kurzfristig versucht, ein Einvernehmen zwischen Eigentümergemeinschaft und der Baulast tragenden Behörden, dem Regierungspräsidium, zu schaffen. "Das klappt bislang prima. Überhaupt habe ich ein sehr gutes Gefühl, dass auf der Baustelle sorgfältig gearbeitet wird und wir für viele Jahre in diesem Bereich Ruhe haben werden", sagte Salzer. Erst wenn das jetzt im Bau befindliche Wegenetz fertiggestellt ist, werden die neuen Grundstücke zugeteilt.

Weniger Ruhe würden sich Neuhäuser und Dettinger in Sachen Kreuzung am Wasserschlössle erhoffen. Eine Umgestaltung verbunden mit einer Vorfahrtsänderung in einem Zuge mit dem Flurbereinigungsverfahren hat sich zerschlagen. "Der Bund will davon nichts wissen. Er genehmigt, wenn Metzingen und Dettingen bezahlen", so Salzer zum Stand der Dinge. Immerhin werde aber jetzt begonnen, in einem gesonderten Verfahren namens "Fokus" die planungsrechtliche Grundlage für eine Umgestaltung zu schaffen, "für den Fall, dass es beim Bund in dieser Angelegenheit doch noch eine Sinnesänderung geben sollte", sagte Salzer.

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