So massiv wie nach dem mittlerweile legendären Gewitterregen im Sommer 2016 war es diesmal zwar nicht, doch der Starkregen vor knapp sechs Wochen, am 28. Juli, hat ausgereicht, dass erneut Wasser in die Dettinger Neuwiesenhalle eingedrungen ist, sodass dort erstmal kein Sport möglich ist.

Große Menge an Wasser

Erneut war die Macht des Wassers so stark und die Menge so groß, dass der Abwasserschacht die Wassermassen nicht fassen konnte. So drang das Regenwasser über den Notausgang in die Halle ein und ergoss sich in die Geräteräume und ein Stück über den Rand des Hallenbodens. „Das Wasser“, so Michael Gutmann vom Bauamt, „stand nicht sehr hoch, höchstens einen Zentimeter, aber das hat schon ausgereicht.“ Die Situation sei trotzdem grundlegend anders als 2016. Damals sei das eingedrungene Wasser mit Fäkalbakterien durchsetzt gewesen. Diesmal sei das nicht der Fall. „Glücklicherweise“, so Gutmann.

Belag musste entfernt werden

Der Belag musste auf einem etwa zwei Meter breiten Streifen entlang der Geräteräume sowie auf der Seite eines der beiden Handballtore entfernt werden. Um den Belag vollständig abtragen zu können, muss laut Michael Gutmann noch die so genannte hölzerne Prallwand hinter dem Tor abgebaut werden. Diese Wand symbolisiert das große Problem am aktuellen Schadensfall. Montiert wurde sie von einer Firma aus Nordrhein-Westfalen und die müsse sie auch demontieren. Wann das Unternehmen einen Monteur schicken kann, steht laut Gutmann in den Sternen, denn deren Auftragsbücher seien voll. „Eine seriöse Zeitschiene“, so Gutmann, „kann ich nicht nennen.“

Kosten von 100 000 Euro

Das Bauamt schätzt die Sanierungskosten auf rund 100 000 Euro. Zudem müssen entsprechende Sanierungsangebote vom Sachverständigenbüro der Versicherung freigegeben werden.

Für derlei Aussagen hat Herbert Fritz kein Verständnis. Der Handball-Abteilungsleiter des TSV Dettingen fühlt sich im Stich gelassen und ist stinksauer. Denn es ist nicht ganz einfach, für die Spieltage im Handball eine Ersatzhalle zu finden. Immerhin hat der TSV zehn Jugendteams und fünf Mannschaften im Bereich der Aktiven. „Dass wir keine Zeitangabe bekommen, wie lange die Sanierung dauert“, so Fritz, „ist die Hölle.“ Herbert Fritz wirkt ziemlich angefressen. Die Gemeinde müsse grundlegend darüber nachdenken, was man tun kann, dass so etwas künftig nicht mehr passiert. Die Dettinger Handball-Mannschaften werden wohl überwiegend in der Bad Uracher Ermstalhalle spielen, wie schon beim Wassereinbruch vor drei Jahren. Noch schlimmer hat es den Vereinsraum in der Schillerschule getroffen. Hier muss der Boden komplett erneuert werden. Gleichwohl sind die Auswirkungen nicht so gravierend, hat der Raum doch derzeit als Lagerraum gedient. Erst ab dem nächsten Sommer soll der Handharmonikaclub hier wieder einziehen. Die Kostenschätzung für die Sanierung liegt hier bei rund 200 000 Euro.

Hausmeister mit Wassersauger im Einsatz

Während in der Schillerschule die Feuerwehr zum Einsatz kam, waren in der Neuwiesenhalle die beiden Hausmeister Frank Haas und Michael Höss mit Wassersaugern am Werk.

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tausend Euro beträgt nach ersten Schätzungen der Schaden in der Neuwiesenhalle und im Vereinsraum der Schillerschule nach dem neuerlichen Wassereinbruch.