Neuhausen Neuer Anlauf zur Hofbühlbrücke

Gehts nach dem Willen der Neuhäuser, wird die Hofbühlstraße via Brücke über die Erms verlängert. Foto: Thomas Kiehl
Gehts nach dem Willen der Neuhäuser, wird die Hofbühlstraße via Brücke über die Erms verlängert. Foto: Thomas Kiehl
Neuhausen / MICHAEL KOCH 27.09.2012
Schnell herrschte Einigkeit unter den Neuhäuser Ortschaftsräten: Als wichtigstes Projekt für das kommende Jahr sehen sie den Bau der Hofbühlbrücke an. Sie beantragen den Baubeginn im Jahr 2013.

Jedes Jahr im Herbst reichen die Ortschaftsräte ihre "Sonderwünsche" für den städtischen Finanzhaushalt des kommenden Jahres ein. In der vergangenen Woche war Glems an der Reihe (wir berichteten), am Dienstag folgte nun Neuhausen.

"Ein Ziel ist besonders wichtig für Neuhausen, nämlich der Bau der Hofbühlbrücke", sagte Ortsvorsteherin Lilli Reusch. Im laufenden Jahr steht dafür bereits eine Planungsrate von 50 000 Euro zur Verfügung, nun müsse man sich auch für eine zügige Umsetzung des Bauwerks über die Erms im Bereich der Firma Refu und dem Sportplatz "Kies" einsetzen.

Mit ihrem priorisierten Projekt traf die Ortsvorsteherin den Nagel auf den Kopf, denn alle Ortschaftsräte hatten die Hofbühlbrücke ebenfalls ganz oben auf ihrer Liste. "Sie muss jetzt kommen. Man kann nicht riesige Wohngebiete wie Amtäcker-Brühl erschließen und die Infrastruktur dafür bleibt dann auf der Strecke", verdeutlichte Gerhard Fritz seinen Standpunkt.

Selbst Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler sagte zu, zu versuchen, im Gemeinderat eine Mehrheit für die Hofbühlbrücke zu erhalten. Er persönlich sei für den Bau. Grundsätzlich mahnte das Stadtoberhaupt aber weiterhin zur Sparsamkeit. Zwar habe Metzingen nach wie vor eine solide Haushaltslage, aber wenn man die Schwankungen an den Finanzmärkten und in Unternehmen betrachtet, dann sei die Situation, auch in Metzingen, von Unsicherheiten belastet. "Ich möchte an meinem Ziel festhalten, am Ende des mittelfristigen Finanzplanungszeitraumes eine Quasi-Null-Verschuldung zu erreichen", sagte Fiedler. Dafür müsse man weiterhin mit Bedacht an die Finanzen herangehen.

Mit Blick auf das kommende Jahr in Neuhausen blickte Fiedler auch auf die laufenden Ausgaben, die ohnehin schon im Haushalt eingespeist werden. So müsse man wahrscheinlich in Sachen Kinderbetreuung nochmals in Neuhausen tätig werden, auch den Zustand der Straßen und Kanäle hätte man natürlich im Blick.

Lilli Reusch und ihre Kollegen hatten aber doch noch ein weiteres Anliegen - die Salon-Kreuzung solle endlich umgebaut werden. Dafür, so Fiedler, werde wahrscheinlich eine Planungsrate in den Haushalt eingestellt.

Außerdem werden die Ortschaftsräte die Sanierung der Hofbühlhalle, der Uhlandschule, den Rückbau der B 28 und Hochwasserschutzmaßnahmen nicht aus dem Blick verlieren. Aber zunächst wäre man 2013 mit der Hofbühlbrücke schon zufrieden.

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