Bempflingen Neue Software schon 2018

Bempflingen / ANE 22.04.2015

Schwer verdauliche Kost hatten die Bempflinger Gemeinderäte bei einer Informationsveranstaltung am 14. April zu verdauen: Auf den Tisch kam das große Besteck des "NKHR". Bis spätestens 2020 fordert der Gesetzgeber die Umstellung des gemeindlichen Finanz- und Rechnungswesens auf das "Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen", NKHR. Um Kosten zu sparen und Ressourcen zu bündeln ziehen die vier Gemeinden Bempflingen, Großbettlingen, Grafenberg und Riederich die Umstellung gemeinsam durch. Und zwar schon bis zum 1. Januar 2018, in Bempflingen weitestgehend mit eigenem Personal.

Die Projektleitung in Bempflingen hat die Gemeindekämmerin. Entscheidungen innerhalb des Projekts übertrug der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag dem Bürgermeister.

Was die Umstellung die Gemeinde insgesamt kosten wird, sei noch offen, erklärte Tanja Galesky, da noch nicht alle anfallenden Positionen bekannt sind: "Die Haushaltsmittel für die EDV-Umstellung, für den Beratungs- und Schulungsaufwand sowie weitere anfallende Kosten sind in den kommenden Jahren entsprechend bereitzustellen". Momentan stehen rund 20 000 Euro im Raum.

Die Umstellung wird die Verwaltung in den nächsten drei Jahren nahezu durchgehend in vier Bereichen beschäftigen: Bei der Vermögensbewertung, der eigentlichen Umstellung der Verwaltungs-Software, der Schulung von Verwaltung und Gemeinderat und der Aufstellung des ersten Haushalts. Eine besondere Herausforderung für Bempflingen ist die Lage an der Nahtstelle zwischen zwei Rechenzentren, deren SAP-basierte Software sich in der Oberfläche unterscheidet.