Metzingen Neubau kostet 19,6 Millionen Euro

Auf Braike-Wangen entsteht der Neubau für Feuerwehr und Bauhof.
Auf Braike-Wangen entsteht der Neubau für Feuerwehr und Bauhof. © Foto: Thomas Kiehl
Neuhausen / Regine Lotterer 12.07.2018

Nach derzeitigem Stand muss die Stadt rund 19,6  Millionen Euro in den Neubau von Feuerwehr und Bauhof investieren. Das geht aus dem Vorentwurf des Architekturbüros Dasch, Zürn und Partner hervor, über den der Ortschaftsrat Neuhausen am Dienstag beraten hat. Das Stuttgarter Büro hatte den von der Stadt ausgelobten Wettbewerb für den Neubau des Gebäudekomplexes gewonnen. Dieser Wettbewerbsentwurf ist nun weiterentwickelt worden, wie Architekt Helmut Dasch den Ortschaftsräten erläuterte. Anregungen kamen dabei sowohl vom Preisgericht als auch von der Feuerwehr und vom Bauhof. Diese sind nun während einer „Optimierungsphase“ in den Entwurf eingearbeitet worden, erklärte Architekt Dasch.

Dabei sei es gelungen, das Gebäude gegenüber dem Wettbewerbsbeitrag deutlich zu verkleinern. Auf diese Weise konnten die Kosten von zunächst grob geschätzten 24 Millionen Euro auf jetzt 19,6 Millionen Euro gesenkt werden. Ob es bei dieser Summe bleibe, sagt Dasch, lasse sich im Augenblick freilich nicht sagen, eventuelle Preissteigerungen seien noch nicht eingerechnet.

Mit Generalplaner

Das Architekturbüro Dasch, Zürn und Partner soll auf Vorschlag der Verwaltung nun als Generalplaner für verschiedene Leistungen eingesetzt werden. Damit erhielte das Stuttgarter Büro den Auftrag, die in Frage kommenden Fachplaner zu beauftragen sowie deren Arbeiten zu koordinieren und zu steuern. Gleichzeitig übernähme es die Verantwortung für deren Leistungen. Einziger verantwortlicher Vertragspartner für die Stadt als Bauherr wäre das Architekturbüro. Die Stadt behielte freilich jederzeit die Möglichkeit, auf Gestaltung und Abwicklung des Projekts Einfluss zu nehmen. Diesem Konzept stimmten die Neuhäuser Ortschaftsräte einmütig zu, heute berät der Gemeinderat darüber.

Der am Dienstag diskutierte Vorentwurf sieht die Gliederung des Neubaus in zwei Gebäude vor, damit Feuerwehr und Bauhof getrennte Bereiche erhalten. Dazu gehört auch, dass ihnen unterschiedliche Ein- und Ausfahrten zur Verfügung stehen. Die ­Alarmausfahrt und die Betriebszufahrt der Feuerwehr sowie die Zufahrt zu den Parkplätzen erfolgen ebenfalls unabhängig voneinander und damit kreuzungsfrei. Waschhalle, KfZ-Werkstatt sowie ein Besprechungs- und Schulungsraum können Feuerwehr und Bauhof dagegen gemeinsam nutzen. Laut Zeitplan soll der Bebauungsplan für das Gelände auf Braike-Wangen im ersten Quartal 2020 fertig und die Umlegung abgeschlossen sein. Die Erschließung des Areals möchte die Stadt Anfang 2021 beendet wissen. Baubeginn für den Gebäudekomplex wäre dann im Januar 2021, einziehen könnten Wehr und Bauhof im Juli 2022.

Die beiden Ortschaftsräte Gerhard Fritz und Karl Schäfer regten an, eine Tiefgarage für jene Mitarbeiter zu bauen, die ihren Arbeitsplatz künftig im neuen Gebäude haben. Damit solle der Flächenverbrauch eingeschränkt und zugleich ein Signal für künftige Bauherren gesetzt werden. Allerdings hatten sich sowohl das Preisgericht als auch die Feuerwehr gegen eine Tiefgarage ausgesprochen, wie Ulrich Neubrander vom städtischen Bauamt ausführte.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler betonte, eine solche Garage verursache sicherlich Mehrkosten von 750 000 Euro: „Die Frage ist, ob wir das verantworten wollen.“ Zumal Erfahrungen zeigten, dass wenige Arbeitnehmer freiwillig in einer Tiefgarage parken, wenn andere Stellplätze an der Oberfläche zur Verfügung stehen.

Gerhard Fritz brach außerdem eine Lanze für eine Hackschnitzelheizung im neuen Gebäude. Das biete sich schon allein deshalb an, weil der Bauhof viele Hackschnitzel ausliefere. Selbstverständlich, so Oberbürgermeister Fiedler, würden bei den nun erfolgenden Planungen verschiedene Heiztechniken untersucht. Er riet allerdings davon ab, sich bereits jetzt auf eine Variante festzulegen, bevor die Experten sich der Sache angenommen haben.

Für den Gebäudekomplex, sagt Architekt Helmut Dasch, werde Material verwendet, das nicht ständig renoviert werden müsse. „Es soll ein nachhaltiges Gebäude werden.“ Die Wand erhält nach derzeitigem Stand eine geschlämmte Klinkerverkleidung, die im Kontrast zu den verglasten Fenster- und Torflächen steht.

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