Kunst Neckar und Erms als Paar vereint

Ein Geschenk des Künstlers: Die Skulptur von HWP Diedenhofen soll  die neue Brücke bei Neckartenzlingen aufwerten.
Ein Geschenk des Künstlers: Die Skulptur von HWP Diedenhofen soll die neue Brücke bei Neckartenzlingen aufwerten. © Foto: Wieland Lehmann
Neckartenzlingen / Wieland Lehmann 16.05.2017

Die neue Brücke des Geh- und Radwegs spannt sich über den Neckar. Noch fehlen die Zugänge, doch am 7. Juli soll sie eröffnet werden. Nachdem bereits besprochen wurde, wie die Zu- und Abgänge gestalterisch aussehen werden, soll nun eine neue Bereicherung für den Brückenzugang auf der westlichen Seite hinzukommen – ein Kunstwerk.

Bei der Errichtung der Wasserkraftwerke an der Erms war über 200 Jahre altes Eichenholz angefallen.

Was also damit tun? So ging man auf den ortsansässigen Künstler Hans Werner Peter Diedenhofen zu, der seine Bildhauerschule im östlichen Teil der Brücke hat. Der hat nun in der Sitzung des Gemeinderats den Entwurf seines Kunstwerkes vorgestellt, das aus diesem alten Eichenholz entstehen soll.

Die Aufgabe, der sich der Künstler stellt, hat schon philosophischen Bezug. Neckar und Erms – letztere mündet ja in den Neckar - in ihrer fließenden Bewegung in einem ruhenden Paar an der neuen Brücke zu vereinen, setzt schon gedankliche Bezüge frei. Und so findet diese Skulptur auch den richtigen Platz an der Brücke, die den Neckar überspannt. Die Brücke mit ihrer eleganten Form entspricht damit auch der Eleganz des Kunstwerks. Die Betrachtung einer künstlerischen Darstellung erfordert Ruhe und Auseinandersetzung. Mit diesem Standort sind Fußgänger und Radfahrer zugleich eingeladen, zu verweilen, sich eine Rast zu gönnen, die im Alltagsbetrieb und –verkehr so nötig ist.

Diedenhofen zeigte sich auch mehr als angetan vom Material, dem alten Eichenholz. Wird die Skulptur auch die nötige Wetterbeständigkeit haben? Der Künstler gab Auskunft über die technische und handwerkliche Arbeit.

Der Rohling der zusammengesetzten Holzteile werde geflammt, gebürstet und mit Acryllasur grundiert. Die Seitenteile werden mit Titanweiß-Pigmenten und Acryl bemalt. Diese Vorgehensweise garantiere eine lange Beständigkeit. Die Skulptur wird auf dem Arreal des Bauhofs gefertigt, der Sockel wird aus Neckartenzlinger Sandstein gefertigt.

Eine Tafel wird dann über den Künstler und das Entstehungsjahr informieren. So wird diese Skulptur die Betrachter auf dem neuen Geh- und Radweg begrüßen beziehungsweise verabschieden, sicher auch als Fotomotiv oder Selfierinnerung dienen. „Für mich ist es eine Ehre, das machen zu dürfen“, schloss HWP Diedenhofer seine Ausführungen vor den Gemeinderäten ab.

Er stellt der Gemeinde sein Kunstwerk unentgeltlich zur Verfügung, die anderen Kosten trägt die Kommune.

7.

Am 7. Juni soll die neue Radwegwegbrücke, die den Neckar überspannt eröffnet werden. Der Bildhauer HWP Diedenhofen hat sein Atelier beim östlichen Teil der Brücke.

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