Bempflingen Nahwärmeversorgung noch unrentabel

MARA SANDER 20.12.2013
Nahwärmeversorgung des Dorfgemeinschaftshauses zusammen mit dem Schulkomplex ist zumindest derzeit wenig sinnvoll. Zunächst werden Pumpen und bei Bedarf Brenner in der Heizunganlage erneuert.

Die Idee der gemeinsamen Wärmeversorgung aus einer Quelle für das Dorfgemeinschaftshaus und den Schulkomplex mit Kindergarten ist zwar gut, aber wenig sinnvoll. Das haben Untersuchungen des Büros Fritz, Planung, aus Bad Urach ergeben. Der Abteilungsleiter Technik, Bernd Mayer, stellte dazu Einzelheiten in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor.

Beide Heizungsanlagen sind in die Jahre gekommen, es muss an eine Erneuerung gedacht werden, wie dem Gemeinderat mitgeteilt wurde.

"Um keine übereilten Entscheidungen zu treffen", wie Bürgermeister Bernd Welser erklärte, wolle man jetzt planen und nicht bei einem Ausfall nur reagieren müssen. In beiden Fällen bestehe kein aktueller Handlungsbedarf, wie Mayer bestätigte. Er stellte mehrere Varianten vor, die alle aber wenig wirtschaftlich und teilweise auch nicht sehr umweltentlastend sein würden.

"Hohe Investitionen, ökologisch grenzwertig und nicht wirtschaftlich", brachte Welser die Ergebnisse für ein mögliches Nahwärmenetz für beide Gebäudekomplexe auf den Punkt.

Zwar könne man die Förderrichtlinien "gerade noch einhalten", wie Mayer erklärt hatte, aber es gibt entscheidende Nachteile bei den Varianten - wie größerer Arbeitsaufwand bei Holzhackschnitzeln oder steigende Pelletspreise.

Interessant könnte es zwar sein, wenn sich die Privateigentümer entlang der Trasse anschließen würden, aber dann wäre Contracting erforderlich, also eine Firma, die den Service übernimmt, und damit die Wirtschaftlichkeit nicht mehr optimal ist. Gleiches gilt bei einem möglichen Zusammenschluss mit dem örtlichen Gartenbaubetrieb.

Somit beschloss der Gemeinderat, wie empfohlen die Pumpen und Brenner bei Bedarf auszutauschen und dafür Mittel im Haushalt 2014 einzuplanen.