Grafenberger Grundschüler sind künftig für Notfälle gut gerüstet. Sie bekommen nämlich im Laufe der vier Grundschulklassen Anleitungen für Erste-Hilfe- Maßnahmen. Start war vor den Herbstferien mit dem Team der DRK-Bereitschaft Großbettlingen-Grafenberg unter Leitung von Frank Schaich.

Ein Rettungswagen im Schulhof war dabei natürlich die größte Attraktion. Notfallpatient "Teddy" in Lebensgröße diente als Anschauungsbeispiel, was alles so im Notfall zu tun ist, von der Infusion bis zum Einsatz des Defibrillators bei Herzproblemen.

Dieser etwas andere Unterricht unter dem Motto "Kleine Helfer ganz groß" war praktisches Beispiel dafür, dass man in der Schule für das Leben lernt. Frank Schaich erklärte kindgerecht Organfunktionen und Erste-Hilfe-Maßnahmen im Rettungswagen, während an anderen Stationen andere ehrenamtliche DRK-Helfer Anleitungen gaben, wie zum Beispiel ein Notruf richtig "abgesetzt" wird. Die Schüler wissen jetzt, was eine "stabile Seitenlage" ist und wann und wie man einen Patienten so richtig lagert, auch wenn man selbst kleiner ist.

Wer die Schule betrat, traf auf Kinder mit Kopfverbänden, denn die durften sie sich selbst anlegen. Das Thema "Verbinden" gehörte nämlich ebenfalls zum praktischen Unterrichtsprogramm, so wie einen Krankenwagen zu basteln. "So könnte Schule immer sein", hörte Rektorin Anke Krohnke mehrfach, und auch: "So macht Unterricht Spaß." Mit Spaßfaktor für den Ernstfall im Leben lernen die Kinder außerdem bei Schulungen durch die Freiwillige Feuerwehr oder wenn Aktionen mit der Polizei auf dem Lehrplan stehen.

Diese besonderen Unterrichtstage sind zudem vertrauensbildend, denn falls nun wirklich einer der teilnehmenden Schüler einmal selbst im Rettungswagen transportiert werden muss, kennt er sich schon ein bisschen aus, weiß, was passiert und erschrickt vielleicht nicht so, wenn beispielsweise Angehörige damit abgeholt werden müssen.