Münsingen Mit Traumstaub auf die Gefahren hinweisen

Münsingen / SABINE ZELLER-RAUSCHER 03.12.2015
Mit Traumstaub Kindern die Gefahren des Handy näherbringen: Das Kinderprogramm KESS begeisterte an Grundschulen und Kindergärten.

Kinder haben es manchmal nicht leicht mit ihren Eltern. "Dafür bist du noch zu klein", bekommen sie nicht selten zu hören. "Kinder und Eltern können sich manchmal nicht verstehen, ist ja auch ganz logisch, wie soll das gehen", brachte es Conny Kanik, alias KESS, stimmgewaltig auf den Punkt.

KESS, Powerfrau, mit einer erstklassigen Stimme, kunterbunter Perlenkette und einer ordentlichen Portion ansteckendem "Vollgas-Powervirus" im Blut. Keine zwei Minuten hat es gedauert, bis die Schauspielerin die Kinder mit dem "Virus" infizierte und sie mit glitzerndem Traumstaub, klasse Liedern und witziger Gestik und Mimik in ihren Bann zog.

Gut so, denn KESS und ihren Bühnenkollegen Tommy (Ronny Fröde) und Herr Zimmermann (Markus Zimmermann) war es gelungen, den Schülern und Kindergartenkindern eine wichtige Botschaft zu übermitteln. Die von einigen Kindern ausgedrückt, am Ende so klang: "Ein Handy ist nicht doof. Doof ist nur, wenn man es zu oft benützt." Auch Tommy hat sich in dem Kindermusical "Hey Handy hey", wohl zu sehr mit dem elektronischen Gerät beschäftigt. So sehr, dass er selbst am Ende von seinen Freunden KESS und Herr Zimmermann nur noch als Roboter unaufhörlich die Oberfläche seines Handys bearbeitete.

KESS und Herr Zimmermann mussten sich schon einiges einfallen lassen, um den vom Handyvirus infizierten Freund von seiner Krankheit zu befreien. Was half, war letztendlich herzhaftes Lachen und die ganz normale, verbale Kommunikation unter Freunden, die sich auch im Kinderlied welches von der Freundschaft handelte zeigte.

"Pädagogisch wertvoll", urteilte Uthe Scheckel, Schulleiterin an der Münsinger Astrid-Lindgren Schule zufrieden.

Lob für das Stück gab es auch von Seiten des Lion Club Ermstal, der sich in Kooperation mit den Fördervereinen der teilnehmenden Schulen für die Finanzierung des Stücks verantwortlich zeigte.