Römerstein Mit Optimismus in die Zukunft blicken

Römerstein / Von Peter Swoboda 24.02.2018

Nach sechs Jahren ohne Kreditaufnahmen muss die Gemeinde Römerstein für den Haushalt 2018 ein Darlehen in Höhe von 976 200 Euro aufnehmen. Somit steigt der Schuldenstand auf 1,87 Millionen Euro (Vorjahr 1,06 Millionen). Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt damit bei 470 Euro. Am Donnerstag hat die Verwaltung den Haushaltsplan für das laufende Jahr in den Gemeinderat eingebracht. Und das Gremium hat das Planwerk anschließend einstimmig verabschiedet.

Das Haushaltsvolumen liegt demnach bei insgesamt 14,458 Millionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 10,287 Millionen Euro, auf den Vermögenshaushalt 4,171 Millionen. Die Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt liegt bei 213 800 Euro. „Wir gehen optimistisch in die Zukunft“, sagte Bürgermeister Matthias Winter in seiner Haushaltsrede.

Die Erhöhung des Verwaltungshaushalts gegenüber dem Vorjahr ist den höheren Steuereinnahmen sowie den Mehreinnahmen durch die Vermietung der Räumlichkeiten an den Zweckverband Schule geschuldet. Zwar sind die Personalausgaben zurückgegangen, doch dafür sind die Umlagen an Land und Kreis gestiegen.  Die Verringerung der Personalkosten ist auf die Vergabe der Betriebsführung der Kläranlage an einen externen Dienstleister zurückzuführen. Allerdings erhöhen sich dadurch die Geschäftsausgaben deutlich. Erfreulich ist laut Bürgermeister Winter die Entwicklung bei der Gewerbesteuer, die auf rund 1,9 Millionen Euro gestiegen ist (Vorjahr 1,7 Millionen). Der Anteil der Gemeinde Römerstein an der Einkommenssteuer beträgt für das Jahr 2018 2,256 Millionen Euro.

Was die Investitionen betrifft, wird das Großprojekt Gemeinschaftsschule fortgesetzt. Im Haushalt 2018 sind demnach die Restmittel für den Erweiterungsbau mit den Fachräumen in Höhe von einer Million Euro eingestellt. Auch die restlichen Mittel für die Sanierung des Bestandsgebäudes in Höhe von 1,3 Millionen Euro sind im Haushalt drin. „Es bleibt zu hoffen“, so Matthias Winter, „dass der Kostenrahmen auch weiterhin eingehalten wird.“ Da im vergangenen Jahr deutlich weniger Zuschussmittel zugewiesen wurden als beantragt, hofft die Gemeinde noch auf einen deutlichen Nachschlag. Für das Sanierungsgebiet „Böhringen II“ sind im Haushalt 305 000 Euro vorgesehen. Und für die Sanierung von Abwasserkanälen und Wasserleitungen sind 300 000 Euro veranschlagt.

Wie bereits bekannt gegeben wurde, sind für die Sanierung der Kläranlage Mittel in Höhe von mehr als einer Million Euro erforderlich. Diese Gelder werden allerdings in den Folgejahren zu Buche schlagen.

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt Reutlingen und dem Regierungspräsidium Tübingen soll jedoch vor einer Sanierung  ein Gutachten klären, ob die Reinigung des Abwassers durch eine andere Kläranlage wirtschaftlicher ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel