Gala Mit Herzblut: Orientalische Tanzshow begeistert

Die Tänzerinnen begeisterten die Gäste. Foto: Stefan Heide
Die Tänzerinnen begeisterten die Gäste. Foto: Stefan Heide © Foto: Foto: Stefan Heide
Metzingen / Stefan Heide 05.12.2016

In den drei Teilen der Show traten Tanzgruppen aus Heiderose Vernalis‘ Tanzschule in Dettingen auf, daneben Gäste aus der weiteren Umgebung wie „Sina“ aus Weinsberg oder „Susannya“ aus Rastatt. Komplettiert wurden die Reihe der Mitwirkenden von internationalen Stars wie Beata und Horacio Cifuentes aus Berlin sowie Giulio Dilemmi aus Italien.

Die beiden Berliner sind auch privat ein Paar. Als professionelle Tänzer sind sie auf Bühnen in der ganzen Welt zuhause. Zudem haben sie eine Tanzschule in Berlin. Beide haben auch schon klassisches Ballett getanzt. Dilemmi begann als Straßentänzer, erlernte Kampfkunst und kam später zum Fusion-Tanz. Er unterrichtet Tänzer und arbeitet als Choreograph und Modell.

Der Schwerpunkt der Galashow lag auf orientalischen Tänzen mit Schleiern, Fächern und Isiswings. Daneben entführten „Shaheena“ und die Gruppe „Wicked Hips“ die Zuschauer in die 1920er Jahre und nach Spanien. Andere Frauen traten nicht in orientalischer Kleidung, sondern mit Masken und Kostümen aus Unterwäsche früherer Zeiten auf.

Einige Teile der Show trugen athletische oder sogar akrobatische Züge, etwa die Solo-Auftritte von Dilemmi oder die Soli von Horacio, der seine Muskeln lange vibrieren ließ oder den Eindruck erweckte, als würden sich alle Muskeln seines Körpers gleichzeitig bewegen. Ferner traten Beata und Horacio auch in einem leidenschaftlichen Duett auf. Solistisch tanzte ferner Heiderose Vernalis als „Howeida“, etwa bei einem temperamentvollen „Shaabi“-Tanz im ersten Teil der Show. Die Veranstaltung zeigte andererseits, dass keineswegs nur gertenschlanke oder besonders athletische Menschen eine ansprechende und ästhetische Show gestalten können.

„Es steckt viel Arbeit und Herzblut drin“, sagte Margrit Lieb am Samstagabend über die orientalische Galashow in der Stadthalle. Die Schwester von „Howeida“ muss es wissen, schließlich hatte sie die Veranstaltung mit organisiert. Dieses große Engagement wurde immer wieder deutlich und das Publikum wusste es zu schätzen: Sehr viel Beifall, rhythmisches Mitklatschen und begeisterte Kommentare gab es vielfach. „Eine lebende Skulptur“ und „der hat eine Körperbeherrschung!“, bewunderte etwa eine Zuschauerin die Auftritte von Giulio Dilemmi. Im Publikum waren viele Angehörige von Tänzerinnen aus Heiderose Vernalis‘ Tanzschule, aber auch zahlreiche Stammgäste, die immer am Samstag vor dem zweiten Advent in die Stadthalle kommen. Für diejenigen Tänzer, die nach der rund dreistündigen Show noch mehr wollten, gab es am Sonntag einen Nachschlag: Bei Workshops mit Beata und Horacio Cifuentes, Giulio Dilemmi und Heiderose Vernalis konnten sie ihr Können perfektionieren. Von Stefan Heide

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