Bürgermeisterwahl Mit Erfahrung den Ort voranbringen

Michael Brodbeck möchte Bürgermeister in Neckartenzlingen werden. Foto: Peter Swoboda
Michael Brodbeck möchte Bürgermeister in Neckartenzlingen werden. Foto: Peter Swoboda © Foto: Foto: Peter Swopboda
Neckartenzlingen / Peter Swoboda 27.10.2016
Der Nürtinger Kommunalpolitiker, Dr. Michael Brodbeck, möchte Verwaltungschef in Neckartenzlingen werden. Er freut sich auf die Herausforderung.

Michael Brodbeck ist als letzter auf den Zug aufgesprungen, der Richtung Bürgermeisteramt in Neckartenzlingen fährt. Der  58-Jährige ist seit zwölf Jahren Stadtrat der Freien Wähler in Nürtingen, ist aus der vergangenen Kommunalwahl gar als Stimmenkönig hervorgegangenen und möchte am Sonntag, 6. November, zum Schultes der 6500-Einwohner-Gemeinde gewählt werden.

Er selbst sagt, er möchte Bürgermeister werden, weil „ich meine ganze Kompetenz und Erfahrung aus Beruf sowie politischem und gesellschaftlichem Engagement“ für Neckartenzlingen einbringen möchte. Die Aufgabe sei sehr interessant, „vielleicht sogar interessanter als in anderen Gemeinden.  Er fühle sich durch jahrzehntelangen Einsatz im kommunalpolitischen Geschehen, durch reiche Erfahrung im Ehrenamt und durch eine vielfältige berufliche Tätigkeit gut vorbereitet für das Amt des Bürgermeisters.

Sollte er von den Neckartenzlinger Bürgern ins Amt gewählt werden, sieht er als eine der dringlichsten Aufgaben an, das Schulzentrum zukunftsfähig zu machen. Allerdings sei der immense Sanierungsbedarf von geschätzten 30 Millionen Euro von der Gemeinde allein nicht zu stemmen. „Eventuell“, so Dr. Michael Brodbeck, „muss man auch ein Gebäude neu bauen, denn dafür würde es ja Zuschüsse geben.“ Auf jeden Fall würde er versuchen, mit den Bürgermeister-Kollegen der schülerentsendenden Gemeinden ins Gespräch zu kommen, sie ins Boot zu holen. „Vielleicht“, so Brodbeck weiter, „könnte man mittelfristig einen Schulverband gründen.“ Sollte dies gelingen, wäre das eine gute Sache. Es gebe bereits einige gute Ideen.

Wichtig ist Michael Brodbeck auch die Kommunikation mit den Bürgern. Man müsse auch bei schwierigen Themen auf die Bürger zugehen, deren Sorgen und Nöte ernst nehmen. „Transparenz der Entscheidungswege“, so Brodbeck weiter, „ist ganz wichtig.“ Unter ihm als Bürgermeister würde Neckartenzlingen zu einer offenen Kommune werden, das sei das A und O. „Es ist mein besonderes Angebot, auf die Menschen zuzugehen. Ich möchte alle mit ins Boot holen, denn man braucht eine breite Basis.“

Selbstredend weiß Michael Brodbeck auch um die Bedeutung des Hochwasserschutzes in Neckartenzlingen. Der fehlende Hochwasserschutz verhindere eine Weiterentwicklung  in der Ortsmitte. Deshalb werde er sich „als treibende Kraft für die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen“ einsetzen.

Selbstredend hat Michael Brodbeck auch das Thema „Flüchtlinge“ auf der Agenda. Im Falle seiner Wahl wolle er dies positiv angehen, damit es zu einer akzeptablen Lösung kommen kann. Eine bedeutende Rolle kommt für ihn dabei dem Arbeitskreis zu, der sich ja schon gebildet hat. Ohne Ehrenamtliche könne man an das Thema nicht positiv rangehen, sonst könne eine Integration der Flüchtlinge nicht gelingen. Der Arbeitskreis müsse aber von der Gemeindeverwaltung aktiv unterstützt werden.

Keine Frage ist es für Michael Brodbeck, falls er zum Bürgermeister von Neckartenzlingen gewählt wird, seinen Wohnsitz in der Gemeinde zu nehmen. Nur so könne er stets ein offenes Ohr für die Bürger haben. Als Bürgermeister möchte er auch, falls möglich, immer selbst ans Telefon gehen. „Ich bin ja schon jetzt rund um die Uhr erreichbar“, sagt er lächelnd.

Fakten zur Person

Michael Brodbeck wurde 1958 in Grötzingen geboren. In Nürtingen besuchte er später das Max-Planck-Gymnasium.

An der Universität Tübingen studierte er Chemie, gefördert durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Später war er dort wissenschaftlicher Assistent, 1990 promovierte er in organischer Chemie.

Anschließend arbeitete er in der technischen Entwicklung einer Nürtinger Firma. In den vergangenen acht Jahren war er in der chemischen Entwicklung eines Unternehmens in Ebersbach tätig.

Von 2003 bis bis 2012 war er Ortschaftsrat in Neckarhausen, seit 2004 ist er Stadtrat in Nürtingen. Von 2009 bis 2015 saß er im Kreistag.