Verabschiedung Mit der Gemeinde verheiratet

Klaus Brodbeck hat viel für Dettingen getan, dafür gab’s ein Danke vom Bürgermeister.  Norbert Leister
Klaus Brodbeck hat viel für Dettingen getan, dafür gab’s ein Danke vom Bürgermeister. Norbert Leister © Foto: Norbert Leister
Dettingen / Norbert Leister 29.10.2016

Klaus Brodbeck war 31 Jahre lang in Dettingen tätig. 31 Jahre, in denen sich die Gemeinde stark verändert hat, „ihr Charakter aber erhalten blieb“, wie der heute 65-Jährige am Donnerstagabend, kurz vor der Gemeinderatssitzung, selbst betonte. Eine unglaublich lange Liste an Bauprojekten hatte er in dieser Zeit zu verantworten, das größte sei fraglos der Neubau der Schillerhalle gewesen, führte Bürgermeister Michael Hillert, bei der offiziellen Verabschiedung von Brodbeck, aus.

Viele Bauprojekte verantwortet

Nachdem laut Hillert anfangs so manche Kritik an der neuen Sport- und Festhalle aus der Gemeinde zu hören war, hätten sich doch bald alle Dettinger an das Gebäude gewöhnt, und es auch für gut befunden. Andere Projekte, die für Brodbecks Ära als zuständiger oberster Bauherr stehen, sind: die Sanierung und der Umbau des Alten Rathauses, das Bürgerhaus am Anger, das Rathaus Schlössle, der Neubau des Bauhofs, den Anschluss an die Bodenseewasserversorgung, die Sanierung der Ortsmitte, die Baugebiete Oberer Boden, Vogelsang und ganz vieles mehr.

„Du hast Dettingen in den vergangenen 31 Jahren geprägt“, sagte der Bürgermeister zu Klaus Brodbeck. Was schlussendlich noch bleibe? „Danke“, sagte Hillert im Namen aller Anwesenden und der gesamten Gemeinde.

Investitionen nicht nutzlos

Doch so ganz geht er ja noch gar nicht: Das Amt des Ortsbaumeisters zählt nicht mehr zu seinem Tätigkeitsfeld, der Neue ist ab sofort der in Palästina geborene, 42-jährige Farag Khodary. Brodbeck wird aber sehr wohl die Geschäftsführung der Ermstal-Energie Dettingen leiten. „Ich mache das gerne weiter“, so Brodbeck. Angaben zu den Geldern, die in die Projekte flossen, könne er nicht machen: „Ich weiß nicht, wie viele Millionen Euro ich in den zurückliegenden 31 Jahren verbaut habe“, so Brodbeck. „Ich hoffe aber, dass dieses Geld nicht nutzlos gewesen ist.“

Seine Devise habe daher immer geheißen: „Qualitätsvoll und nachhaltig zu bauen – uns hat das Geld gefehlt, um uns was Billiges leisten zu können.“ Als Ortsbaumeister habe er „immer darauf geschaut, dass die Finanzen der Gemeinde geschont werden“.

Wie eine zweite Ehe

Klaus Brodbecks Frau habe ihm vor Kurzem zum Hochzeitstag gratuliert, verriet er. „Das war aber gar nicht an unserem Hochzeitstag.“ Seine Gattin löste das Rätsel schnell auf – sie habe ja auch den Jahrestag gemeint, seitdem er mit der Gemeinde verheiratet gewesen sei.