Segelfliegen Mit 130 Kilometern in der Stunde fliegen

Der Pilot Julius Gäde (rechts) vom Fliegerklub Brandenburg prüft gemeinsam mit einem Mannschaftsmitglied sein Flugzeug.
Der Pilot Julius Gäde (rechts) vom Fliegerklub Brandenburg prüft gemeinsam mit einem Mannschaftsmitglied sein Flugzeug. © Foto: Privat
Grabenstetten / swp 03.08.2018

Seit Montag treffen sich die besten Nachwuchs-Segelflieger aus ganz Deutschland auf der Vorderen Alb, um den Deutschen Junioren-Meister im Segelflug zu ermitteln. Die Fliegergruppe Grabenstetten ist Ausrichter der Deutschen Segelflug-Meisterschaft der Junioren.

Am Sonntag hat die Meisterschaft mit dem freien Training begonnen. Vom vergangenen Montag bis Freitag, 10. August, laufen die Wertungsflüge. Jeden Tag bekommen die jungen Piloten eine Flugstrecke vorgegeben, die sie möglichst schnell umrunden müssen. Die Wettbewerbsleitung um Patrick Kutschat analysiert dazu jeden Morgen die Wetterlage und versucht, den Piloten die bestmöglichen Wendepunkte vorzugeben. Unterstützt werden sie dabei von Kurt Sautter, der seine fliegerische Heimat auf dem benachbarten Segelflugplatz Roßfeld hat und die Bedingungen auf der Alb schon seit Jahrzehnten bestens kennt. „Am Mittwoch war es eher schwierig wegen der vielen Regenschauer, die auf der Alb für den Nachmittag angekündigt waren“ erklärt  Wettbewerbsleiter Patrick Kutschat. Trotzdem haben die Piloten die Strecke über 300 Kilometer mit bis zu 130 Stundenkilometern bewältigt.

Nach drei Wettbewerbstagen führt Philipp Lauer aus dem fränkischen Lichtenfels die Wertung in der Clubklasse an. In der Clubklasse starten ältere Flugzeuge, die günstig zu erwerben und bei Vereinen in großer Zahl vorhanden sind – für die jungen Segelflieger ein wichtiges Kriterium. In der Standardklasse, in der neuere Flugzeuge mit 15 Metern Spannweite und Wasserballast starten, führt nach dem dritten Tag Enrique Levin aus Homberg/Ohm (Hessen).

Neben den fliegerischen Leistungen stehen auch das Miteinander und der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. „Es ist schon ein bisschen wie auf einem Festival“, meint Wettbewerbsleiter Kutschat mit Blick auf die am Flugplatz campierenden Teilnehmer und Helfer.

Zuschauer gern gesehen

Während des Wettbewerbes, wie auch sonst, sind Besucher auf dem Flugplatz willkommen. Geflogen wird nur bei schönem Wetter. Am meisten zu sehen gibt es während der Startphase um die Mittagszeit und am späten Nachmittag, wenn die Piloten zurückkehren und wieder am Flugplatz landen. Weitere Informationen und aktuelle Berichterstattung gibt es auf der Internetseite www.dmj2018.de.

Zum Start werden die Segelflieger von Motorflugzeugen in die Luft geschleppt. Dabei kann es zu Vorbeiflügen der startenden Schleppzüge und der landenden Motorflugzeuge an den umliegenden Ortschaften kommen. Die Piloten der Motorflugzeuge werden angewiesen, das direkte Überfliegen der Orte zu vermeiden. Falls es trotzdem zu Überflügen kommen sollte, können Anwohner unter Telefon (01 74) 30 52 47 5 den Wettbewerbsleiter darauf aufmerksam machen.

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