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Europawahl
Metzingen / swp

Zum 13. bundesweiten EU-Schulprojekttag freute sich der Bundestagsabgeordnete Michael Donth (CDU) über die Einladung ins Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Metzingen. Im Jahr der Europawahl vertiefen die jungen Menschen dort das Thema Europa besonders intensiv. Seit über vierzig Jahren können Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums am Schüleraustausch mit Metzingens französischer Partnerstadt Noyon teilnehmen.

Regionalpartnerschaft entstanden

Noch jung ist dagegen der Austausch mit dem Lyzeum Limenas auf der nordgriechischen Insel Thassos. Er fand 2018 erstmals statt und entstand aus einer Regionalpartnerschaft zwischen dem Landkreis Reutlingen und der Kommune Thassos. Auch deshalb ist das Metzinger Gymnasium außerordentlich an europäischen Themen interessiert.

Die Bürger wünschen sich Grünflächen und Aufenthaltsqualität für die neue Ortsmitte. Diese Ideen müssen nun auf ihre Realisierbarkeit geprüft und die Kosten ermittelt werden.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Oberstudiendirektor Matthias Pröhl warteten 200 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 und 12 wissbegierig auf die Ausführungen des Politikers. Michael Donth, der auf dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium selbst sein Abitur absolviert hatte, wies eindringlich auf die eigentlich zentrale Aufgabe der EU hin: "Sie sichert den Frieden", was leider inzwischen sehr oft als selbstverständlich betrachtet würde.

Arbeitsgruppe auf drei Themen vorbereitet

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich in Arbeitsgruppen auf drei Themen vorbereitet: die Vorschläge Macrons zu Europa und Deutschlands Antwort darauf, der Brexit und auch die Diskussion zu Artikel 13 in Bezug auf die Neuregelung des Urheberrechts in Brüssel. Diese präsentierten sie zunächst ihren Mitschülern und dem Gast aus der Bundespolitik, ehe dieser jeweils darauf einging und mit ihnen darüber diskutierte. Gerade das Thema "Artikel 13" wurde kontrovers diskutiert. Der Abgeordnete berichtete, dass jede Richtlinie der EU in nationales Recht überführt werden müsse. Nach intensiven Diskussionen mit Rechts- und Digitalpolitikern sei seine Fraktion jetzt zuversichtlich, im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-Urheberrechts-Richtlinie einen guten Weg beschreiten zu können. "Konkret bedeutet dies, dass wir bei der nationalen Umsetzung keinen Anlass für die Plattformen geben werden, Upload-Filter einzusetzen. So wie es auch im Koalitionsvertrag vereinbart wurde", erklärte Donth.

"Es ist beeindruckend, wie aufgeschlossen die Schüler für aktuelle politische Fragen sind. Man merkt deutlich, dass sie sich mit dem politischen Geschehen und den aktuellen Fragen auseinandersetzen", so Michael Donth nach dem Gespräch mit den Gymnasiasten. Der EU-Schulprojekttag geht auf die Initiative der Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück und fand erstmals 2007 während der deutschen Ratspräsidentschaft statt.

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