Schon seit Monaten künden Wegweiser von einer neuen Wanderroute, die vom Gestütshof St. Johann aus aufs Roßfeld und zum oberen Speicherbecken des Glemser Stausees führt. Indessen zog einige Zeit ins Land, bis die Strecke, die unter dem Namen „Hochgehflogen“ firmiert, zertifiziert war: Das ist nun erfolgt, am Sonntag sind die entsprechenden Urkunden auf der Urlaubsmesse CMT überreicht worden. Deshalb darf die  Route jetzt offiziell den Titel Premiumwanderweg führen. Um ein solches Prädikat zu erhalten, muss die Strecke weitestgehend auf naturnahen Wegen durch eine abwechslungsreiche Landschaft führen. Ebenso bedarf es einer so guten Beschilderung und Markierung, dass die Wanderer ihr Ziel auch ohne Karte finden können.

Start ist in St. Johann

Der Startpunkt für die gut 14 Kilometer lange Rundwanderung liegt in der Nähe des Gestütshofs St. Johann. Der Weg führt allerdings nicht entlang der weithin bekannten Baumallee zum Fohlenhof, sondern vom Parkplatz beim Forsthaus aus über einen schmalen Waldweg zum Aussichtsturm Hohe Warte. Diesen haben in den Jahren 1922/23 Mitglieder des Schwäbischen Albvereins gebaut, um an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs zu erinnern. Der Turm ist ganzjährig zugänglich.

Immer durch den Wald

Vom Ehrenmal aus geht es weiter durch den Wald bis zum Fohlenhof, der zum Haupt- und Landgestüt Marbach gehört. Die Wanderroute führt weiter durch die denkmalgeschützte Anlage zunächst in Richtung „Gütersteiner Wasserfall“. Direkt am Trauf knickt der Weg dann nach links ab und verläuft nun stetig durch den Wald bis zur „Höllenlochhütte“, an der sich eine Grillstelle befindet. Parallel zu den „Höllenlöchern“ führt die Strecke weiter bergauf bis zum Sonnenfelsen oberhalb des Ermstals. Drei Schautafeln, die der Dettinger Albverein zu seinem 125-jährigen Bestehen gestiftet hat, zeigen die markanten Punkte, die vom Aussichtspunkt aus zu sehen sind. Dazu gehören etwa die Burgruine Hohenurach, der Hohenneuffen, die Teck und die so genannten Stauferberge.

Mit schönen Aussichtspunkten

Vom Sonnenfels aus wird weiter am Trauf entlang gewandert, bis das Roßfeld mit seinem Segelflugplatz erreicht ist. Auch hier gibt es einige schöne Aussichtspunkte. Am Olgafelsen finden die Wanderer zudem zwei neue, hölzerne Liegen, auf denen sich bestens entspannen lässt. Auch eine große Grillstelle gibt es nur wenige Meter entfernt.

Vom Roßfeld aus geht es weiter am Denkmal für die gefallenen Flieger und am Aussichtspunkt Grüner Fels vorbei. Durch den Wald erreichen die Wanderer schließlich das obere Speicherbecken des Glemser Stausees und das Wanderheim Eninger Weide. Von dort aus geht es schließlich über den Hans-Widmann-Weg in relativ kurzer Zeit zurück zum Gestütshof St. Johann.

Anreise, Einkehrmöglichkeiten und weitere Touren


Die neue Tour der Hochgehberge trägt den Namen „Hochgehflogen“. Die Strecke ist 14,4 Kilometer lang, die Wanderzeit beträgt etwa fünf Stunden. Am Ausgangspunkt kann das Auto an den Wanderparkplätzen beim Gestütshof St. Johann abgestellt werden. Einige davon sind gebührenpflichtig. Direkt am Gestütshof gibt es eine Haltestelle der Buslinie 7644, Fahrpläne gibt es unter www.naldo.de. Einkehren können die Wanderer im Gestütshof St. Johann sowie im Wanderheim Eningen, dieses ist freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen offen.

Weitere Wandertouren sind in einer neuen Broschüre der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb zu finden, die zur CMT erschienen ist. Sie trägt den Titel „Wandern“. Zu erreichen ist die Geschäftsstelle unter Telefon (0 71 25) 15 06 00, www.mythos-alb.de.