Über die Zusammensetzung des neuen baden-württembergischen Landtags können auch 15 268 Metzinger mitentscheiden. Sie gehören zu den rund 7,7 Millionen Wahlberechtigten, die am 14. März aufgerufen sind, ihre Stimme abzugeben. Metzinger, die dazu wie gewohnt direkt an die Urne streben, müssen sich auf Neuerungen einstellen: Die Stadt hat Wahllokale neu eingerichtet, unter anderem fallen die Kindergärten in diesem Corona-Jahr aus der Liste heraus. In der Kernstadt stehen die Urnen dafür nun in der Festkelter, im Gymnasium, im Jugendhaus in der Mühlstraße, in der Gewerblichen Schule, in der Turnhalle beim Hallenbad, im Gemeindehaus der Friedenskirche sowie im ehemaligen Gemeindezentrum im Neugreuth. In Neuhausen öffnen die Innere Kelter und der Bindhof für die Stimmabgabe, in Glems die Otto-Single-Halle.

Metzingen

Das städtische Wahlamt geht freilich davon aus, dass dieses Mal mehr Bürger als sonst üblich per Briefwahl abstimmen: Bereits jetzt sind 1251 Wahlscheine ausgestellt worden, weitere rund 500 Anträge werden derzeit abgearbeitet, teilt die Stadt mit. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren gab es in Metzingen insgesamt 1865 Briefwähler.
Wer seine Stimme per Briefwahl abgeben möchte, muss die dafür notwendigen Unterlagen allerdings erst beantragen. Dies ist in der Kelternstadt auf mehreren Wegen möglich. Seit gestern haben die Bürger beispielsweise die Möglichkeit, im eigens eingerichteten Wahlbüro in der Reutlinger Straße 10 vorbeizukommen, um die Anträge zu stellen beziehungsweise um die Unterlagen abzuholen. Das Büro ist jeweils von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr, freitags von 8 bis 12.30 Uhr sowie mittwochs von 15.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Anträge können die Bürger in den Rathausbriefkasten in der Stuttgarter Straße einwerfen.

Automatische Prüfung

Selbstredend ist es auch möglich, die Unterlagen elektronisch zu beantragen. Dies funktioniert über den QR-Code, der auf der Wahlbenachrichtigung aufgedruckt ist, sowie über die Homepage der Stadt unter www.metzingen.de/landtagswahl. Auf der Homepage ist ein Online-Formular hinterlegt. Hier müssen die auf der Wahlbenachrichtigung aufgedruckten Daten eingetragen werden, die verschlüsselt übertragen werden, wie die Stadt mitteilt. Außerdem erfolgt nach dem Abschicken eine automatische Prüfung im Wählerverzeichnis, um sicherzustellen, dass die eingegebenen Daten korrekt sind. Für diese Prüfung werden zwingend die Eingabe der Wahlbezirks- und Wählernummer benötigt. Dies garantiert, dass der Bürger sofort eine Rückmeldung erhält, ob der Antrag korrekt entgegengenommen werden konnte. Der Wahlschein und die Briefwahlunterlagen werden dann zugeschickt.
Wer die Wahlbezirks- und Wählernummer nicht angeben möchte oder die Daten nicht vorliegen hat, der kann seinen Wahlschein auch per E-Mail an Wahlamt@Metzingen.de oder per Fax unter der Nummer (0 71 23) 9 25 43 88 beantragen. In diesem Fall müssen der vollständige Name, das Geburtsdatum und die Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort) angegeben werden. Wer seine Briefwahlunterlagen über das Internet anfordern möchte, muss dies spätestens 10. März, 12 Uhr, erledigt haben. Ausgezählt werden die Briefwahlstimmen erst am Wahlabend ab 18 Uhr, wenn die Wahllokale geschlossen sind.