Gesundheit Mehrgenerationenweg am Etzenberg kommt

Um den Mehrgenerationenweg kennen zu lernen, fand dort bereits eine Aktion zur Rückengesundheit statt. Nach dem Aufwärmen ging es damals auf den Rundweg.
Um den Mehrgenerationenweg kennen zu lernen, fand dort bereits eine Aktion zur Rückengesundheit statt. Nach dem Aufwärmen ging es damals auf den Rundweg. © Foto: Archivfoto: Alexander Thomys
Hülben / swp 29.06.2018

Gesundheitsbewusste Hülbener können sich über ein neues Fitnessstudio freuen: Es wird draußen unter freiem Himmel zu finden sein und heißt „Mehrgenerationenweg Etzenberg“: Der beliebte Rundweg Etzenberg bekommt bis zu neun Übungsstationen verpasst, die ihn noch beliebter machen sollen. Der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde hat das ambitionierte Projekt auf den Weg gebracht.

Die Trainingsgeräte am Wegrand waren ursprünglich zur Motivation der Senioren gedacht, die sich auf den Etzenbergweg machen: ,,Zum einen sollten sie Anreiz sein, überhaupt die Runde zu laufen“, sagt Bürgermeister Siegmund Ganser. Zum anderen könne sich der ein oder andere Senior dank der Einteilung des Wegs in Etappen vielleicht motivieren, jeweils noch eine Station weiterzulaufen. Daher soll es auch ,,immer wieder Bänkle“ geben.

Schnell stellte man fest, dass die Geräte Jung wie Alt ansprechen und fordern. Die Stationen beinhalten Übungsgeräte, mit denen der ganze Körper trainiert werden kann, besonders auch die Rückenmuskulatur. Übungen zur Sturzprophylaxe und für den Gleichgewichtssinn dürften längst nicht nur Ältere ansprechen. Und Behinderte, zum Beispiel Rollstuhlfahrer, können die meisten Geräte auch nutzen. ,,Die Geräte sind reine Prophylaxe-Geräte, die Kraft und Selbstvertrauen fürs tägliche Leben schaffen.“

Die stabilen Edelstahl-Fitnessgeräte, die schon in manch städtischer Parkanlagen zu finden sind und jeder Witterung trotzen, arbeiten vor allem mit dem Eigengewicht der trainierenden Person. Hersteller der Hülbener Geräte ist die Firma ,,Begreen“ aus Owen. Deren Inhaber ist Marcus Becker, der im Zweier-Canadier mehrfach Weltmeisterschaftsmedaillen gewonnen hat und sogar Vizeolympiasieger wurde. Mit dem Weg-Projekt werde an den zwei wesentlichen Säulen körperlicher Fitness, Kraft und Grundlagenausdauer gearbeitet, so Becker. Das Kraftausdauertraining minimiere muskuläre Dysbalancen und steigere das Wohlbefinden.

Das Projekt kostet insgesamt rund 40 000 Euro. Ein Großteil soll mit Fördergeldern finanziert werden. So soll zum Beispiel ein Antrag auf LEADER-Förderung gestellt werden, die Seniorenstiftung der Kreissparkasse und der B52-Förderpreis von 2016 sind mit im Boot. Der Eigenanteil, den die Gemeinde bezahlt, wird etwa bei 15 000 Euro liegen. Apropos Programme: Das Projekt fließt auch in die Rezertifizierung Hülbens als „Gesunde Gemeinde“ ein. Die Umsetzung des Weg-Projekts soll im nächsten Haushaltsjahr starten.

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