Die Hoffnung war vergebens: Auch im Dezember bis einschließlich Anfang Januar bleibt Deutschland weiter im Teil-Lockdown. Zudem stimmte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihr Land bereits auf eine Verlängerung bis März ein. Doch was bedeuten die Regeln nun konkret? Kann ich mit meiner Familie bis Weihnachten überhaupt Besuch empfangen und was muss man beim Besorgen der Weihnachtsgeschenke in Metzingen beachten?

Outletcity Metzingen: Wird die Allgemeinverfügung fortgeführt?

Aktuell diskutieren die Stadt Metzingen, das Landratsamt und die Holy AG als Betreiber der Outletcity, unter Berücksichtigung des Polizeipräsidiums, eine Weiterführung der Allgemeinverfügung in der Metzinger Innenstadt. Diese galt für die Einkaufstage rund um den „Black Friday“ und sah unter anderem eine verschärfte Maskenpflicht im gesamten Outlet von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts vor sowie die Vermeidung von langen Warteschlangen vor den Geschäften.
Besonders im Fokus sind die Adventssamstage an denen wieder mit mehr Besuchern gerechnet wird. „Wir sind momentan in der Prüfung und warten unter anderem die Prognosen der Besucherzahlen ab“, erklärt Irina Storz, Pressesprecherin der Stadt Metzingen, gegenüber der SÜDWEST PRESSE. „Anhand dieser Zahlen werden wir im Laufe der Woche entscheiden, ob eine erneute Allgemeinverfügung für die Innenstadt notwendig wird.“ Unabhängig davon gelten seit dem 1. Dezember landesweit folgende Maßnahmen:
Für den sicheren Bummel: In Geschäften und Fußgängerzonen gelten verschärfte Regelungen
Für den sicheren Bummel: In Geschäften und Fußgängerzonen gelten verschärfte Regelungen
© Foto: Thomas Kiehl

Corona aktuell: Wen darf man noch besuchen?

Bis einschließlich dem 20. Dezember dürfen sich nur maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass ein Haushalt aus mehr als fünf Personen keinen Besuch empfangen darf. Allein Kinder unter 14 Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen. Auch für Verwandte ersten Grades (Großeltern, Eltern und Kinder) sowie verheiratete, wie unverheiratete Paare gelten gelockerte Bedingungen. Diese dürfen sich auch treffen, wenn sie aus mehr als zwei Haushalten bestehen. Aber auch hier gilt die Obergrenze von fünf Personen.

Weihnachten 2020: Regeln beim Einkaufen

Auch die maximale Kundenzahl in großen Läden ist seit dem 1. Dezember stärker begrenzt. In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen. Das hat zur Folge, dass mit längeren Wartezeiten vor den Läden zu rechnen ist. Ausgenommen von den Einlassbeschränkungen sind Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte.

Eine verschärfte Maskenpflicht 

Wie bereits im November, gilt auch weiterhin eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen, etwa auf dem Linden- und dem Konrad-Adenauer-Platz, und allen weiteren öffentlich zugänglichen Räumen, wie in Schulen oder dem öffentlichen Nahverkehr. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, gilt die Pflicht auch für Wander-, Fuß- und Schulwege. Zusätzlich muss nun ein Mund-Nasenschutz am Arbeitsplatz und in Betrieben getragen werden, in Büroräumen wie auch unter freiem Himmel.

Weihnachten und Silvester: Und an den Feiertagen?

Die ab Dienstag, 1. Dezember, geltenden Regelungen werden für die Tage um Weihnachten und Silvester leicht gelockert. Ab dem 23. Dezember und höchstens bis zum 1. Januar sollen zehn Personen im Familien- und Freundeskreis, auch aus mehr als zwei Haushalten, zusammenkommen können. Ebenso sollen Hotels und Gaststätten als Übernachtungsmöglichkeiten öffnen dürfen, jedoch ohne Bewirtung. Ob die Lockerung über die Feiertage tatsächlich durchführbar ist, bleibt allerdings abzuwarten. Das Land wird Mitte Dezember entscheiden, ob das Infektions-Geschehen eine Lockerung zulässt.

Die Bußgelder in Baden-Württemberg


Der Teil-Lockdown bis Anfang Januar wirft bereits seine Schatten voraus. Keine Weihnachtsfeiern, keine Weihnachtsmärkte und keine großen Familienfeste schmälern die Stimmung in der Bevölkerung zur Vorweihnachtszeit. Allerdings: Das Ignorieren der Maßnahmen kann durchaus teuer werden.

Die Bußgelder reichen von mindestens 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht bis zu 250 Euro bei Nichteinhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern im öffentlichen Raum inklusive des öffentlichen Nahverkehrs. In Geschäften und Supermärkten gilt ein Bußgeld von mindestens 50 Euro

Generell gilt: Private Besuche in der Adventszeit sind nur bekanntlich nur bedingt erlaubt. Hält man sich nicht an diese Vorgaben, drohen in Baden-Württemberg Bußgelder von bis zu 1000 Euro pro Person. Zusätzlich muss der Gastgeber zwischen 250 und 10.000 Euro an Bußgeld zahlen.
Verreisen gestaltet sich ebenfalls schwierig. So können Hotels zu den Feiertagen öffnen, eine Bewirtung ist allerdings verboten. Betreiber müssen bei Missachtung dieser Regel mit bis zu 5000 Euro Strafe rechnen. Wer zudem falsche persönlichen Daten angibt, riskiert zudem bis zu 250 Euro Strafe. isi