St. Johann Landesehrennadel für Erhard Leibfritz

Reich beschenkt wurde Erhard Leibfritz (rechts) von Bürgermeister Florian Bauer. Neben der Ehrennadel und Urkunde gab es einen Blumenstrauß und eine große Flasche Bier.
Reich beschenkt wurde Erhard Leibfritz (rechts) von Bürgermeister Florian Bauer. Neben der Ehrennadel und Urkunde gab es einen Blumenstrauß und eine große Flasche Bier. © Foto: Alexander Thomys
St. Johann / Alexander Thomys 15.09.2017

Ehre, wem Ehre gebührt: Zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung erhielt Erhard Leibfritz von Bürgermeister Florian Bauer die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement. Leibfritz übernimmt seit 1985 Verantwortung als Vertrauensmann der Ortsgruppe Upfingen des Schwäbischen Albvereins, zuvor war er schon drei Jahre lang stellvertretender Vorsitzender.

Bürgermeister Bauer lobte das langjährige  Engagement, in welchem Leibfritz „über drei Jahrzehnte hinweg“ Termine und Wanderungen organisiert habe, zugleich aber auch das gesellschaftliche Leben im Dorf und das Vereinsleben in der Gemeinde bereichert und zugleich den Natur- und Landschaftsschutz vorangetrieben habe. „Sie engagieren sich über das übliche Maß hinaus und haben sich diese Auszeichnung wirklich verdient“, lobte der St. Johanner Schultes. Leibfritz sei „ein schwäbisches Urgestein im allerbesten Sinn“.

Neben der Landesehrennadel gab es eine Urkunde mit der Unterschrift des Ministerpräsidenten und einen Blumenstrauß für Leibfritz Ehefrau. Und eine große Flasche Bier. „Bei einer unserer Sitzungen im Rathaus, als es um die Wegekonzeption ging“, begann Bauer zu erzählen, „hat sich Erhard Leibfritz darüber beschwert, dass es im Rathaus so trocken sei und es kein Bier gäbe.“ Diesen Vorwurf habe er nicht auf sich sitzen lassen wollen, ergänzte Bauer lachend.

Der Albverein Upfingen hat derzeit rund 150 Mitglieder. Aber Leibfritz ist nicht nur in der Ortsgruppe aktiv, auch beim Musikverein Upfingen ist der 66-Jährige als launiger Moderator bei Festen und Vereinsveranstaltungen gefragt. Für die Gemeinde sei es daher keine Frage gewesen, ob man die Landesehrennadel für Leibfritz beantragen solle. Beantragt wurde die Ehrung übrigens schon früh im Jahr: Die Unterschrift von Ministerpräsident Winfried Kretschmann datiert vom 2. Februar. „Wir haben einen geeigneten Rahmen für mehrere Ehrungen abwarten wollen“, erklärte Bauer dieses etwas seltsame Detail. Tatsächlich wurden im Rahmen der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause noch Gemeinderat Gebhard Reichenecker und Ortschaftsrat Günter Spohn mit der Ehrennadel des Gemeindetags bedacht, außerdem wurde die Blutspenderehrung durchgeführt.

Leibfritz selbst zeigte sich nach seiner Ehrung bescheiden. „Dies wäre nicht erforderlich gewesen“, begann der 66-Jährige seine kurze Dankesrede. „Ich machte mit ihrer Unterstützung auch noch etwas weiter.“ Sein Dank galt vor allem seiner Familie, der Gemeindeverwaltung, seinen Vorstandskollegen und „allen Wegbegleitern“. Er sei nur ein Rädchen in der Gesellschaft, das zum Wohle aller arbeiten würde. „Ich bin wie eine Biene, nur etwas erfolgreicher.“ Von den Gemeinderäten gab es anschließend Applaus, ehe Leibfritz wieder unter den Zuschauern Platz nahm.

Die Ortsgruppe Upfingen hat noch viel vor

Wer Erhard Leibfritz zu seiner Auszeichnung gratulieren möchte, hat dafür in diesem Jahr noch einige Gelegenheiten: So findet am 1. Oktober etwa die Freundschaftswanderung mit der Ortsgruppe Obermarchtal statt, die Leibfritz organisiert. Am 8. Oktober folgt die Gedenkfeier auf der „Hohen Warte“, auch ein Turmdienst der Ortsgruppe Upfingen ist noch geplant.  ath