Die Zulassung von Gentechnik auf Acker und Teller sowie der Import von Chlorhähnchen und mit Wachstumshormonen behandeltem Fleisch, könnten die Folge der Transatlantischen Freihandelszone TAFTA, beziehungsweise des Freihandelsabkommens TTIP sein, über welches derzeit Vertreter der EU und der USA hinter verschlossenen Türen verhandeln. Ein Grund, weshalb sich neben vielen Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden auch der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Ermstal mit diesem wichtigen Thema beschäftigt.

Zu seinem ersten Informations- und Vorbereitungstreffen im neuen Jahr hat der Arbeitskreis nun den Dettinger Herbert Löhr eingeladen, um über dieses Thema kurz zu referieren.

Herbert Löhr war in seiner beruflich aktiven Zeit als Maschinenbautechniker tätig. Durch sein Engagement in der Solidaritätsarbeit für Nicaragua und als Mitglied des Peru-Arbeitskreises im Aktionszentrum Arme Welt Tübingen, hat er direkte Kontakte zu engagierten Bürgern und Organisationen in Lateinamerika geknüpft und konnte sich zudem bei verschiedenen Aufenthalten in Nicaragua und El Salvador ein eigenes Bild von der Situation vor Ort machen. Intensiv befasst er sich deshalb mit unterschiedlichen politischen und sozialen Themen in den Ländern dieses Halbkontinents wie Bergbau (Gold), Wasserprivatisierung, Agrarindustrie, Menschenrechtssituation oder eben auch mit verschiedenen schon beschlossenen, beziehungsweise derzeit geplanten Freihandelsabkommen.

Was ist überhaupt ein Freihandelsabkommen? Welche Vorgeschichte hat das nun zwischen der EU und den USA geplante Freihandelsabkommen TTIP und was wäre dessen ökonomische Dimension im globalen Vergleich? Welche Vorteile sehen die Befürworter, welche Gefahren sehen die Kritiker? Und wie sehen die historischen Erfahrungen mit vergleichbaren Freihandelsabkommen in Lateinamerika aus? Diesen und weiteren Fragen geht Löhr in seinem zirka 50-minütigen Referat nach.

Im Anschluss an seinen Vortrag findet das reguläre Arbeitstreffen des Arbeitskreises Gentechnik-Freies Ermstal statt, welches dem Austausch von Informationen und der Vorbereitung weiterer Aktionen dient.

Interessierte Bürger sind zum Vortrag über das Freihandelskommen eingeladen, und können, falls gewünscht, selbstverständlich auch am anschließenden Treffen des Arbeitskreises Gentechnik-Freies Ermstal teilnehmen.

Der Vortrag findet am morgigen Mittwoch, 8. Januar, um 20.15 Uhr im Nebenzimmer des Gasthauses "Rose" in Metzingen statt. Ab etwa 21.15 Uhr ist dann das Treffen des Arbeitskreises Gentechnik-Freies Ermstal.