Metzingen Klimaschutz in Neuhausen

Metzingen / Peter Kiedaisch 27.01.2017

Ganz neue Akteure spielen jetzt Hauptrollen im großen Weltentheater. Und irgendwie scheint es, als wären auch andere Regisseure am Werk. Um den Herrn mit dem gelben Haar nicht überzustrapazieren, aber möglicherweise würde der neue US-Präsident mit einigem Misstrauen auf das schauen, was die Metzinger Stadtverwaltung zusammen mit dem Gemeinderat auf den Weg bringt. Was in der Sieben-Keltern-Stadt vor sich geht, hat mit Nachhaltigkeit zu tun. Schulden werden abgebaut, Rücklagen gebildet. Aber da ist noch etwas. Es hat ebenfalls mit Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen zu tun: Energie. Dass Klimaschutzabkommen möglicherweise das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, ist vielleicht schon bald eine der bitteren Erkenntnisse aus dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl. Da tut es gut, wenn wenigstens die lokalen Akteure ihren Text gelernt haben. Peter Reiff beispielsweise, um stellvertretend einen zu nennen. Als Stadtrat kann er Akzente setzen, als jahrelange Führungskraft des Arbeitskreises Energie kennt er die Hebelgesetze in der Welt des Machbaren und Wünschenswerten. Er fordert beispielsweise Solarthermie mit Wärmespeicher, Holzhackschnitzelheizung, Blockheizkraftwerke: Das mögen alte Themen sein, aber sie sind noch lange nicht ausgereizt. Strom aus erneuerbaren Energien, das weiß man, benötigt Speichersysteme. Reiff schlägt Quartierspeicher vor. Groß und zentral.

Am kommenden Mittwoch, 1. Februar, um 20 Uhr, geht es beim Vortrag zum Thema „Energiewende – aber wie?“ im Feuerwehrgerätehaus in Neuhausen genau um solche Themen. Tobias Kemmler von der Klimaschutzagentur stellt sieben Anregungen zur Energiewende vor.

Donald Trump mag ein mächtiger Mann sein, wenn aber jeder nach bestem Wissen und Gewissen zum Klimaschutz beiträgt, kommt es auf den Herrn mit den gelben Haaren gar nicht mehr so sehr an. Wenn die Geschichte eines lehrt, dann, dass schlechte Schauspieler kommen und gehen.