Metzingen Klettercamp in den Alpen

Zunächst etwas schüchtern, liefen die Metzinger Kletterer dann doch noch zu großer Form in der Schweiz auf. Foto: Privat
Zunächst etwas schüchtern, liefen die Metzinger Kletterer dann doch noch zu großer Form in der Schweiz auf. Foto: Privat
SWP 29.09.2012
Gelohnt hatte sich das Wagnis der Skizunft Metzingen, erstmals ein Klettercamp anzubieten. Dazu fuhr man in die Schweizer Alpen.

Elf jugendliche und jung gebliebene Kletterbegeisterte, die in alpinem Umfeld Erfahrungen sammeln wollten, verbanden Klettern, Campieren und Selbstversorgung in den Schweizer Bergen. Der Brüggler im Glarnerland war dafür bestens geeignet. Dort richtete die Alpkorporation Niederschwändi in einem abgelegenen Hochtal auf 1200 Metern Höhe einen Zeltplatz mit Sanitäreinrichtung und Grillstelle ein.

Dieser war erste Anlaufstelle bei der abendlichen Ankunft. Schnell die Zelte aufstellen und dann bei sternenklarer Nacht an das wärmende Lagerfeuer. Da man anschließend zu sehr auf Gemütlichkeit setzte, war man am anderen Morgen entsprechend spät dran. Doch nach einem kräftigen Frühstück konnte man sich gut gerüstet auf den halbstündigen Fußmarsch zum Berg machen.

Direkt vor der imposanten Wand zeigte sich diese noch steiler, als angenommen. Deshalb war zunächst eine Eingewöhnung angesagt und man verteilte sich auf kurze Touren, die über drei Seillängen die Wand hoch führten. So konnte man sich sowohl an den steilen, plattigen Fels gewöhnen, der immer wieder von scharfkantigen Rissen und Löchern durchzogen war, als auch mit der Höhe zurechtkommen.

Nachmittags wagte man sich dann an die anspruchsvolleren Touren. Diese waren deutlich länger und anhaltend schwieriger. Zudem zerrte die Routenfindung und zusätzlicher Absicherungsbedarf besonders an den Nerven. Erschwerend kam die unbarmherzige Sonne hinzu, die Mensch und Fels fast zum Kochen brachte. Doch schließlich war in 1770 Metern nur noch der Himmel über und das herrliche Bergpanorama vor einem.

Beim Abseilen in die Tiefe hinab, musste nochmals aller Mut zusammen genommen werden. Doch dann warteten nur noch Kochtöpfe, Lagerfeuer und warme Schlafsäcke, denn am anderen Morgen wollten die Kletterer gut ausgeruht nochmals voll angreifen.