St. Johann Kleinkinder ziehen im August ein

St. Johann / ANNE LEIPOLD 23.07.2016
In gut einer Woche kann die erste Krippengruppe in das umgebaute Schulhaus in Lonsingen einziehen. Und der Gemeinderat hat die Elternbeiträge erhöht.

Der Umbau des Lonsinger Schulgebäudes geht zügig vonstatten. Am 1. August zieht die erste der beiden Krippengruppen in die neuen Räume ein, die zweite hat ihre neue Spielstätte ab September in Lonsingen, wie Hauptamtsleiterin Angelika Hahr in der Gemeinderatssitzung sagte. Derzeit werden beide Gruppen in Würtingen und Bleichstetten betreut. Auch die Kindergartengruppen wird ab dem 10. August dort wieder untergebracht sein. Die Standorte Lonsingen, Würtingen und Bleichstetten zu prüfen, sagte Bürgermeister Florian Bauer, habe er dem Architekturbüro in Auftrag gegeben. Da das Büro derzeit aber ausgelastet ist, soll die Untersuchung beginnen, sobald der Umbau in Lonsingen fertig ist. Nähere Infos versprach Bauer nach den Sommerferien Ende September oder Anfang Oktober geben zu können.

die Bedarfsplanung der Gemeinde zeigte, dass die Kosten für die Gemeinde gestiegen sind, bei immer weniger zu betreuenden Kinder. Der Abmangel liegt für das Jahr 2016 bei 980?000 Euro, pro Kind – 135 Kinder werden in allen Ortsteilen betreut – zahlt die Gemeinde monatlich 600 Euro. Die Kosten hätten sich verdoppelt, wie Gemeinderat Swen Schober (FWV) feststellte. 2004 waren es noch 505?000 Euro Abmangel, pro Kind betrug er 195 Euro, zu dem Zeitpunkt besuchten noch 215 Kinder die Einrichtungen. Dafür hat die Gemeinde das Betreuungsangebot deutlich ausgebaut mit Krippe und Tiger.

Mit dem Abschluss der Tarifverhandlungen, der eine „nicht unerhebliche Steigerung der Personalkosten“, bedeute, wie Hahr sagte, werden die Elternbeiträge für die Betreuung teurer. Dies macht die Gemeinde St. Johann mit einem „moderaten Zwischenschritt“: Statt 103 Euro zahlen Familien mit einem Kind dann 105 Euro für den Regelkindergarten. So sei die Erhöhung für das Kindergartenjahr 2017/18 auf 109 Euro nicht so drastisch. Beibehalten wird die Härtefallregelung, die im vergangenen Jahr nur in wenigen Fällen benötigt worden ist.In diesem Zusammenhang regte Günter Hammer (FWV) an, doch noch einmal erneut über eine Staffelung abhängig vom Einkommen der Eltern nachzudenken. Das hielte er für sozial gerechter. Darüber zu diskutieren konnte sich Bauer zwar vorstellen, gab aber zu Bedenken, dass dies für die Verwaltung ein „nicht zu unterschätzender bürokratischer Aufwand“ sei.