Riederich Kinderhaus: Eröffnung im September fest im Blick

Riederich / GUDRUN SCHMIED 14.06.2013
Viel Arbeitskraft haben die Mitarbeiter der Gemeinde Riederich in den vergangenen Monaten in Bau und Ausgestaltung der Kinderkrippe gesteckt. Der Betrieb soll nach den Sommerferien aufgenommen werden.

Die Kinderkrippe in der Gutenbergstraße geht mit großen Schritten der Vollendung entgegen. Nach den Sommerferien sollen die drei Gruppen für Ein- bis Dreijährige den Betrieb aufnehmen. Je zehn Kinder sollen dort betreut werden, in einer Gruppe auch im Ganztagesbetrieb.

Der Gemeinderat hatte letztmals im Februar die Baustelle besichtigt und ließ sich sowie von den Architekten die Baustelle erklären. Das Gebäude umfasst, neben Technik- und Funktionsräumen, drei Gruppenräume, zwei Speiseräume und einen Bewegungsraum. Die Eröffnung des 1,7 Millionen Euro teuren Projekts im September scheint gut möglich.

Nach wie vor, berichtet Bürgermeister Tobias Pokrop, verursacht das Projekt im Rathaus viel Arbeit, in den nächsten Wochen wird ein Gebührenmodell ausgearbeitet und das nötige Personal eingestellt.

Aktuell wird am Innenausbau gearbeitet, die Decken angebracht und die Fliesen verlegt. Architekten und Verwaltung haben sich viele Gedanken über die optimale Ausgestaltung gemacht. Es wurde etwa ein ausgeklügeltes Türsystem am Eingang eingebaut. Neben einem Kinderwagenabstellraum entstehen Garderoben mit Platz für Ersatzkleidung. Überall sorgen große Glasflächen für viel Licht, in den Fluren übernehmen diese Aufgabe Lichtkuppeln. Farblich wird die Gestaltung in den Farben gelb, orange und grün ausgeführt, wobei jede der drei Farben einem Gruppenraum zugeordnet ist und so auch den künftigen Nutzern zur Orientierung dient. Der Außenbereich, der mit großem Sandspielbereich und Bobbycarrundstrecke bei den Krippenkindern sicher gut ankommen wird, kann wahrscheinlich bis September nicht fertiggestellt sein. Vorraussichtlich im Herbst können ihn die Buben und Mädchen nutzen.

Zurück im Sitzungssaal vergab das Gremium die Schreinerarbeiten an den Garderoben und in den Sanitärräumen.

Neben dem Neubau der Kinderkrippe hat sich auch in der Verwaltung beim Thema "Kinderbetreuung" einiges getan. Seit Anfang Mai ist Stephanie Beck als Kindergartenfachberaterin in der Gemeinde tätig. Sie stellte sich am Mittwoch den Gemeinderäten vor. Die Erzieherin und studierte Sozialpädagogin mit vielseitiger Erfahrung in Praxis und Theorie hat bereits erste Impulse gesetzt.

Während eines pädagogischen Tages aller in den Einrichtungen der Gemeinde tätigen Kinderbetreuer wurden die in den nächsten Monaten und Jahren angestrebten Ziele definiert. Kurzfristig soll ein einheitliches Anmeldeverfahren für alle drei Kindergärten und die neue Kinderkrippe eingeführt.

Außerdem erhalten alle Mitarbeiter eine Handlungsrichtlinie, die ihnen helfen soll, wenn Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Mittelfristig soll die Fortbildung intensiviert und für die Einrichtungen ein Konzept und Leitbild erarbeitet werden. Außerdem wünscht man sich eine regelmäßige Präsenz im Gemeinderat. Langfristig soll das Qualitätsmanagement weiterentwickelt und eine Gruppenöffnung mit entsprechendem Raumkonzept erarbeitet werden.

Bürgermeister Tobias Pokrop dankte im Rahmen der Sitzung ausdrücklich den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr für die während des Hochwassers an der Erms geleistete Arbeit. Während vieler Stunden hatten die Kameraden Sandsäcke befüllt und voll gelaufene Keller leergepumpt .