Grabenstetten Keltenfestival am Heidengraben

Bei einer Projektwoche an der Rulamanschule brachte die Keltengruppe Riusiava den Grabenstetter Grundschülern das Volk der Kelten näher. Bei einem Keltenfest an diesem Wochenende will die Gruppe nun die Öffentlichkeit für die Kelten begeistern.
Bei einer Projektwoche an der Rulamanschule brachte die Keltengruppe Riusiava den Grabenstetter Grundschülern das Volk der Kelten näher. Bei einem Keltenfest an diesem Wochenende will die Gruppe nun die Öffentlichkeit für die Kelten begeistern. © Foto: Alexander Thomys
Grabenstetten / Von Alexander Thomys 22.06.2018
An diesem Wochenende kann in der Albgemeinde in die Vergangenheit gereist werden: Zu den Kelten nach Grabenstetten.

Einstmals war die heute Elsachstadt genannte Siedlung am Heidengraben ein Zentrum des keltischen Volkes. Handelsrouten führten auf die Alb und lassen Archäologen noch heute Exportgüter aus fernen Ländern im Erdboden finden. An diesem Wochenende machen sich die Kelten erneut auf, die Vordere Alb zu erobern. Und um sie gegen die Römer zu verteidigen.

Zugegeben, echte Kelten und Römer werden sich wohl nicht finden lassen. Aber zumindest ihre Nachfahren, die in Gruppen organisiert, großen Wert darauf legen, die Lebensweise der Kelten und Römer möglichst authentisch darzustellen. In Grabenstetten fungiert dabei die örtliche Keltengruppe Riusiava als Gastgeber, wenn heute und am Sonntag rund um die Grabenstetter Rulamanschule, unmittelbar am Heidengraben gelegen, ein großes Keltenfestival stattfindet.

Das Programm des Keltenfestes hat es in sich: Neben dem Riusiava-Stamm, der vom Metzinger Helmut Fischer alias Phelan geleitet wird, haben sich viele weitere Darstellergruppen angemeldet – neben Kelten und Römern schauen auch die Alemannen vorbei. Und die „Schwabenritter“ aus Beuren zeigen, wie sich die Menschheit von den Kelten bis zum Mittelalter weiterentwickelt hat.

Das große Kelten- und Römerlager hat am Samstag von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Beim Gang durch das Zeltlager gibt es viel zu entdecken: Handwerker zeigen beispielsweise, wie einstmals Kleidung, Schmuck und Waffen hergestellt wurden. Auch einen Markt wird es geben, bei dem unter anderem Schmuck und Töpferwaren angeboten werden – aber auch Fußmassagen. Ein Schuster wird ebenfalls sein Können unter Beweis stellen und sich über die Schulter schauen lassen.

An beiden Tagen, jeweils um 13.30 Uhr, werden sich römische und keltische Krieger gegenüberstehen. Um 16 Uhr, ebenfalls an beiden Aktionstagen, werden halbstündige Wanderungen über den Heidengraben angeboten – zu den Spuren der alten Kelten. Am Samstag um 18 und 19 Uhr werden die Kelten zudem in Vorträgen näher vorgestellt. Der Samstagabend endet zudem mit einer sehenswerten Feuershow. Hinzu kommt an beiden Tagen das nicht weniger interessante Lagerleben: Mit Met und Wildschwein, Tanzvorführungen und Spielen für die Kinder. Auch der Druide wird sicherlich für Spannung unter den Besuchern sorgen.

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Jahrhunderte vor Christus, in der Hallstattzeit, begann die erste Hochphase der keltischen Kultur. Wie das Leben damals war, soll nun in Grabenstetten gezeigt werden. 

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