Metzingen Keine Gen-Pommes

SWP 02.02.2013

Nach wie vor gibt es in Deutschland und Europa keinen Bedarf für genmanipulierte Stärke- oder gar Speisekartoffeln. Vor allem die Verbraucher sind nicht bereit, gentechnisch manipulierte Produkte in ihrem Essen zu akzeptieren. Dennoch plant das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Freisetzung von zwei gentechnisch veränderten Kartoffelsorten in Limburger Hof und weiteren Standorten.

Diese zwei genmanipulierten Kartoffeln sollen freigesetzt werden: Die Gen-Kartoffel Modena wurde in ihrer Stärkezusammensetzung so manipuliert, dass sie weniger Amylose in der Kartoffelstärke und mehr Amylopektin enthält. In ihren Eigenschaften ist Modena vergleichbar mit der umstrittenen Gentechnik-Knolle Amflora.

Die Gen-Kartoffel Fortuna ist eine reine Speisekartoffel. Sie wurde so manipuliert, dass sie sowohl resistent gegen die Kraut- und Knollenfäule als auch gegenüber dem Herbizid Imazamox sein soll. Fortuna ist speziell für die Verarbeitung zu Pommes Frites und Chips vorgesehen. Auf diese Weise fände die Gen-Knolle den direkten Weg auf die Teller.

Das Umweltinstitut München hat unter dem Motto "Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte" eine Mustereinwendung verfasst, die jeder selbst im Internet finden, ausdrucken, unterschreiben und abschicken kann. Zudem liegt die Liste in Papierform beim Naturkostladen Löwenzahn (Schlossstraße) sowie im Weltladen Metzingen (Hindenburgstraße) zum Unterschreiben bereit. Die Aktion läuft noch bis 8. Februar, dann wird der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Ermstal die bis dahin gesammelten Unterschriften an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) schicken. Nähere Infos unter www.umweltinstitut.org/genkartoffeln