Fast auf den Tag 20 Jahre nach der letzten Aufführung von Bachs Johannespassion in der Martinskirche bringt die Martinskantorei am Palmsonntag dieses große kirchenmusikalische Werk wieder zu Gehör. Am Sonntag, 29. März, um 19 Uhr wird die Johannespassion aufgeführt.

Zwar hat die Probenarbeit für die Johannespassion schon nach der Sommerpause eingesetzt. Trotzdem war klar, dass nur eine intensive Einstudierung in einer mehrtägigen Klausur den Sängern die letzte Sicherheit vermitteln konnte. So versammelten sich die rund 65 Choristen unter der Leitung von Bezirkskantor Stephen Blaich im Bildungshaus der Vinzentinerinnen in Untermarchtal an der Donau.

Der Sonntagvormittag brachte dann den Durchlauf durch das ganze Werk, das insgesamt (mit Rezitativ und Arien) gut zwei Stunden dauert, von denen die Kantorei allein mit Eingangschor, Schlusschor und elf Chorälen fast 30 Minuten bestreitet, zu denen zehn Turbae-Chöre zum Beispiel "Kreuzige" und die Beteiligung an zwei Arien kommen.

Insgesamt wurden es fast 14 Stunden, in denen mit meist großer Konzentration alle Beteiligten in sorgfältiger Detailarbeit den letzten Schliff erarbeiteten. Einen maßgeblichen Anteil hatte auch wieder die bekannte und beliebte Musikpädagogin und Sängerin Gundula Bernhold.