Weihnachtsaktion Jede Spende kann ein Menschenleben retten

Auch die zahlreichen Blutspendeaktionen in unserem Verbreitungsgebiet (hier auf dem Metzinger Lindenplatz) zählen zum Aufgabenfeld des Deutschen Roten Kreuzes.
Auch die zahlreichen Blutspendeaktionen in unserem Verbreitungsgebiet (hier auf dem Metzinger Lindenplatz) zählen zum Aufgabenfeld des Deutschen Roten Kreuzes. © Foto: Thomas Kiehl
Kreis Reutlingen / Michael Koch 11.12.2017

Sie retten Menschenleben, sie versorgen Kranke und Verletzte, sie sichern Veranstaltungen medizinisch ab und bilden andere Menschen zum Thema Erste Hilfe aus. Die Rede ist von den Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes, die zum größten Teil ehrenamtlich zum Wohle ihrer Mitmenschen im Einsatz sind – und dies bei Bedarf rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.

Um die Arbeit der DRK’ler zu unterstützen, widmen das Metzinger-Uracher Volksblatt/Der Ermstalbote, die Reutlinger Nachrichten und der Alb Bote ihre Weihnachtsspendenaktion „Die gute Tat“ in diesem Jahr dem DRK Kreisverband Reutlingen, der die Nöte der einzelnen Ortsgruppen im Landkreis kennt und mit den Spendengeldern gezielt Abhilfe schaffen kann.

So benötigt die Ortsgruppe in Metzingen zum Beispiel ein neues Einsatzfahrzeug für seine „Helfer vor Ort“, anderen Ortes wird ein zusätzlicher Defibrillator gebraucht. Wir werden Ihnen in den kommenden Tagen und Wochen sowohl die Arbeit der DRK’ler vorstellen als auch die Verwendungsmöglichkeiten der Spenden unserer Leser.

Beispiel „Helfer vor Ort“ (HvO): Die HvO sind über den gesamten Landkreis verteilt. Sie bilden seit Jahren ein ehrenamtliches Hilfesystem für die hauptamtlichen Rettungskräfte, indem sie als Bindeglied innerhalb der Rettungskette zwischen der Alarmierung der Rettungskräfte und deren Eintreffen dienen. Es dauert eben, bis ein Krankenwagen von Reutlingen in Metzingen oder von Münsingen aus in einer anderen Albgemeinde ist. Diese Zeit überbrücken die HvO. Durch die deutlich kürzeren Anfahrtswege sind die HvO schneller vor Ort und können Patienten entsprechend rasch erstversorgen, bis der Notarzt kommt. Selbstverständlich sind die HvO für diese Tätigkeit auch speziell ausgebildet.

Im vergangenen Jahr waren im Landkreis Reutlingen 239 Helfer vor Ort einsatzbereit. Sie sind insgesamt zu 2681 Einsätzen ausgerückt. In 33 Fällen kam dabei ein so genannter Automatischer Externer Defibrillator (AED) zum Einsatz, bevor die Rettungskräfte eingetroffen waren. Mit anderen Worten: Alleine 2016 haben die Helfer vor Ort 33 Menschenleben gerettet. Und vielen anderen geholfen durch etwa blutstillende Maßnahmen, eine geeignete Lagerung des Patienten oder gar eine Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Durch das frühe Eintreffen können bei Fällen, bei denen es nicht unmittelbar um Leben und Tod geht, schon erste Tests oder Befragungen mit den Patienten gemacht werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse helfen dann auch dem Notarzt, der sich somit schneller ein Bild vom Zustand des Patienten machen kann.

Im Landkreis hat alleine das DRK 120 AED im Einsatz. Einige von ihnen sind schon in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik, für andere gibt es schon gar keine Ersatzteile und Zubehör mehr. „Es handelt sich bei diesen Geräten ausschließlich um Profigeräte. Ihr Austausch stellt die Ortsgruppen im Landkreis vor erhebliche Schwierigkeiten. Ein Gerät kostet rund 3000 Euro, die durch Spenden finanziert werden müssen“, erklärt Michael Tiefensee, Kreisgeschäftsführer des DRK in Reutlingen. Er ist dementsprechend hocherfreut über die Weihnachtsaktion und hofft auf die Spendenbereitschaft unserer Leser und der Unternehmen, die sich selbstverständlich auch an der guten Tat beteiligen dürfen.

In der Vergangenheit konnte man sich stets darauf verlassen, so kamen im Vorjahr beispielsweise rund 15 000 Euro für den Kinderschutzbund in Metzingen zusammen. In diesem Jahr kann jede noch so kleine Spende Menschenleben retten – wenn das mal kein Grund zum Spenden ist.

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